Challenge Roth trägt den Collins Cup aus

Die Challenge Roth wird 2018 um eine Attraktion reicher: Das Rennen wird Gastgeber des ersten "Collins Cup", das die besten Langdistanztriathleten weltweit in einem neuen Rennformat vereinen soll.

Von > | 7. Juli 2017 | Aus: SZENE

Pressekonferenz zum Collins Cup 2018: Charles Adamo (Präsident der Professional Triathletes Organisation), die Teammanager Lisa Bentley und Chrissie Wellington, Roth-Chef Felix Walchshöfer, Olympiasieger Simon Whitfield und Challenge-Family-Chef Zibi Szlufcik.

Pressekonferenz zum Collins Cup 2018: Charles Adamo (Präsident der Professional Triathletes Organisation), die Teammanager Lisa Bentley und Chrissie Wellington, Roth-Chef Felix Walchshöfer, Olympiasieger Simon Whitfield und Challenge-Family-Chef Zibi Szlufcik.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Drei Teams, zwölf Rennen, 36 Sportler – in der Summe ergibt das ein neues Format, das 2018 im Frankenland Premiere feiern soll: Der "Collins Cup", benannt nach dem Ironman-Hawaii-Urvater John Collins, wird 2018 im Rahmen der Challenge Roth seine Premiere feiern.

Bei diesem Format solle festgestellt werden, welche Region den Triathlonsport dominiere. Deshalb treten je ein Team mit Profi-Triathleten aus den USA, Europa und dem Rest der Welt gegeneinander an. In vier Rennen, die im 10-Minuten-Abstand gestartet werden, schickt jedes dieser Teams einen Athleten ins Rennen. Für Platzierungen und Zeitabstände jedes Rennens werden Punkte vergeben, aus dem letztlich das Siegerteam bestimmt wird. Vorbild sind der Ryder-Cup (Golf) bzw. Laver-Cup (Tennis). Ausgetragen werden die Rennen über Distanzen von drei Kilometer Schwimmen, 120 Kilometer Radfahren (in Roth werden es abweichend nur 90 Kilometer sein) und 25 Kilometer Laufen. Acht der jeweils zwölf Athleten jedes Teams sollen über ein Punkteranking der Professional Triathletes Organisation (PTO) bestimmt werden, die übrigen sollen von den jeweiligen Teamkapitänen ernannt werden. Für Europa sind diese Kapitäne die früheren Profiathleten Chrissie Wellington (GBR) und Normann Stadler.

Challenge-Rennen soll unberührt bleiben

Das alles soll 2018 erstmals stattfinden – und das im Rahmen der Challenge Roth am 1. Juli. Das normale Rennen solle davon unberührt bleiben, weil das Collins-Cup-Event erst gegen Mittag starten wird. Der Collins Cup soll in der bestehenden Finish-Arena einen eigenen Zieleinlauf bekommen, die Strecken verlaufen überwiegend über den normalen Kurs der Challenge Roth. Auch um Profis werde für das eigene Rennen werde sich das Challenge-Team trotz des Collins Cup bemühen. "Nicht alle, die dürften, werden den Startplatz für den Collins Cup wahrnehmen. Um diese Sportler bemühen wir uns natürlich für das eigene Rennen", sagt Challenge-Roh-Geschäftsführer Felix Walchshöfer.

"Das wird spektakulär, das wird unvergesslich", zeigt sich Challenge-Chef Zibi Szlufcik bei der Bekanntgabe auf einer Pressekonferenz in Roth überzeugt. "Wir sind ein junger und ein innovativer Sport. Das ist der nächste Beweis dafür. Wir geben dem Format mit hundertprozentiger Überzeugung einen Versuch", meint Europa-Kapitän Chrissie Wellington, die speziell auf die Gleichstellung der Geschlechter stolz ist: Die Teams sollen zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen bestehen. Auch die Profi-Preisgelder sollen gleichermaßen an Männer und Frauen verteilt werden - und ein Vielfaches dessen betragen, was jedes andere Rennen zu bieten habe, erklärte das Organisationsteam auf der Pressekonferenz. Zudem kündigte das Organisationsteam an, sich um Liveübertragungen zu bemühen, sodass Sponsoren gewonnen werden können, die die hohen Prämien der Profisportler finanzieren sollen. Gelingt das, soll der Collins Cup künftig jährlich stattfinden. Dann möglicherweise auch auf anderen Kontinenten.