Daniela Ryf gewinnt den Ironman Südafrika

Daniela Ryf kann für den Ironman Hawaii planen: Mit Rückenschmerzen hat die Weltmeisterin hat beim Ironman Südafrika erst für Spannung gesorgt und sich dann den Sieg gesichert.

Von > | 2. April 2017 | Aus: SZENE

Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf kann nach ihrem Triumph in Südafrika für die Titelverteidigung planen (Archivbild)

Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf kann nach ihrem Triumph in Südafrika für die Titelverteidigung planen (Archivbild)

Foto >Nils Flieshardt / spomedis

Etwa 90 Radkilometer lang sah es so aus, als sei Daniela Ryf in der Frühphase dieser Saison verwundbar. Doch dann beendete die Schweizerin ihre Taktikspielchen und zeigte, dass sie auch im Jahr 2017 die Frau ist, die es im Langdistanz-Triathlon zu schlagen gilt: Die Schweizerin hat sich beim Ironman Südafrika souverän den Afrikameister-Titel gesichert, nachdem sie das Rennen zunächst verhalten begonnen hatte.

Ryf hat Rücken

Beim Schwimmen zeigte sich Ryf zunächst gewohnt stark und machte sich zusammen unter anderem mit Julia Gajer und Katja Konschak an der Spitze des Frauenfeldes auf den Weg zu den Fahrrädern. Dort angekommen, hielt sich die Schweizerin aber überraschend etwas zurück: Nach 43 Kilometern hatte die Dreiergruppe aus Julia Gajer, Susie Cheetham (GBR) und Kaisa Lehtonen (FIN), die im Wasser rund 1:40 Minute auf Ryf verloren hatte, eineinhalb Minuten Vorsprung auf Ryf. Bis zur 90-Kilometer-Marke stieg der Abstand der drei Führenden zur Favoritin sogar bis auf zwei Minuten an. Doch dann ließ Ryf die Zurückhaltung fallen.

Nur 40 Kilometer später hatte die Schweizerin die drei Spitzenfrauen wieder eingeholt - und legte noch einmal etwas drauf. Auf den übrigen 50 Kilometern bis zum zweiten Wechsel legte sie dreieinhalb Minuten zwischen Lehtonen und sich, sogar fünf bzw. sechseinhalb Minuten verloren Julia Gajer und Kaisa Lehtonen. Auch beim abschließenden Marathonlauf zeigte Ryf keine Schwäche und lief zum ungefährdeten Sieg - überraschend für sich selbst. "Ich habe es keinem erzählt, aber ich hatte vor dem Rennen Rückenprobleme und habe mich darum auf ein 12-Stunden-Rennen eingestellt", erzählte Ryf im Ziel. "Beim Schwimmen hat es am meisten wehgetan, danach ging es aber überraschend gut. Ich hätte mit dieser Leistung unter solchen Umständen nicht gerechnet."

Lehtonen winkend zu Silber

Geschenkt wurde Ryf dieser Sieg aber auch auf der Marathonstrecke nicht. Die Finnin Kaisa Lehtonen sorgte durchweg für ein hohes Tempo, kam zwischenzeitlich sogar etwas näher an Ryf heran, musste sich der Schweizerin am Ende aber um etwas mehr als fünf Minuten geschlagen geben. Was für die Vorjahressiegerin aber kein Grund für Trübsal war: Den letzten Kilometer genoss die Finnin, indem sie sich durchweg winkend beim Publikum für die Unterstützung bedankte. "Der Lauf heute war hart, aber die Menschen haben mir sehr geholfen", erzählte Lehtonen. Susie Cheetham erreichte den dritten Rang. Die Deutsche Astrid Stienen erkämpfte sich den vierten Rang knapp vor Gurutze Frades (ESP), der Deutschen Katja Konschak und Alexandra Tondeur (BEL).

Platz

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42,2 km Run

1

Daniela Ryf

SUI

8:47:02

53:48

4:50:50

2:57:27

2

Kaisa Lehtonen

FIN

8:52:26

55:29

4:53:03

2:59:10

3

Susie Cheetham

GBR

9:04:49

53:56

4:57:43

3:08:36

4

Astrid Stienen

GER

9:24:36

1:01:07

5:01:42

5

Gurutze Frades

ESP

9:24:58

1:00:37

5:11:20

6

Katja Konschak

GER

9:25:39

53:57

5:09:48

7

Alexandra Tondeur

BEL

9:26:38

58:37

5:08:06

8

Jeanne Collonge

FRA

9:27:18

59:47

5:04:58

9

Nikki Bartlett

GBR

9:27:49

58:40

5:03:09

10

Katharina Grohmann

GER

9:29:20

1:10:04

5:05:47

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