Das Triathlon-Wochenende in Kurzform

In Almere gewannen Joe Skipper und Yvonne van Vlerken die ETU-EM-Titel, in Wales wurde Christian Kramer Dritter und in Santa Cruz erlebt Andreas Böcherer einen traurigen Tag.

Von > | 11. September 2017 | Aus: SZENE

Joe Skipper gewinnt den ETU-Europameistertitel im Rahmen der Challenge Almere.

Joe Skipper gewinnt den ETU-Europameistertitel im Rahmen der Challenge Almere.

Foto >José Luis Hourcade

Challenge Almere: Joe Skipper neuer ETU-Europameister

Der neue ETU-Europameister über die Langstrecke ist Joe Skipper. Im Rahmen der Challenge Almere-Amsterdam konnte sich der Brite und Zweite der Challenge Roth in 7:59:39 Stunden gegen Viktor Zyemtsev aus der Ukraine (2. Platz / 8:03:14 Stunden) und Jaroslav Kovacic aus Slowenien (3. Platz / 8:05:40 Stunden) durchsetzen. Jan Raphael, der mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen war, hatte Pech und musste das Rennen aufgrund von zwei Platten und einer defekten Scheibe vorzeitig beenden. Bester Deutscher wurde auf Rang neun Christian Altstadt in 8:27:57 Stunden.

Bei den Frauen konnte sich die Niederländerin Yvonne van Vlerken nach 8:51:13 Stunden vor ihrer Landsfrau Sarissa de Vries (9:09:44 Stunde) durchsetzen . EM-Bronze sicherte sich die Weißrussin Hanna Maksimava in 9:20:02 Stunden. Die deutsche Triathletin Lina-Kristin Schink verpasste als Viertplatzierte nach 9:27:42 Stunden knapp das Podium.

Ironman Wales: Christian Kramer Dritter

Beim Schwimmen war das Männerpodium des Ironman Wales noch dicht zusammen: Den Australier Cameron Wurf, dem Briten Philip Graves und Christian Kramer trennten nur wenige Sekunden. Beim Radfahren setzte sich der Australier dann schnell ab und fuhr als einziger eine Zeit unter fünf Stunden. Knapp zehn Minuten Vorsprung auf der Laufstrecke reichten für den Sieg in 9:07:03 Stunden. Dahinter entbrannte ein spannender Kampf um Platz zwei. Christian Kramer legte ein hohes Anfangstempo vor und rannte auf der ersten Marathonhälfte auf Platz zwei vor. Allerdings musste er den zweiten Rang später noch an den Briten Graves abgeben, der nach 9:09:33 Stunden finishte. Kramer erreichte, fünf Minuten später, nach 9:14:26 Stunden das Ziel.

Im Frauenrennen konnte die Britin Lucy Gossage ihren Vorjahressieg nach 10:11:20 Stunden wiederholen und 24 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte Parys Edwards (10:35:16 Stunden) herausfahren und -laufen. Platz drei sicherte sich die Kate Comber (10:44:02 Stunden) und komplettierte das britische Podium.

Christian Kramer wird Dritter beim Ironman Wales.

Christian Kramer wird Dritter beim Ironman Wales.

Foto >Getty Images for IRONMAN

Ironman 70.3 Santa Cruz: Andreas Böcherer steigt verletzt aus

Der Ironman 70.3 in Santa Cruz wurde aus deutscher Sicht von dem verletzungsbedingten Ausscheiden Andreas Böcheres überschattet. Der Vize-Europameister wollte an der kalifornischen Pazifikküste ein letztes Testrennen vor seiner finalen Vorbereitung auf den Ironman Hawaii bestreiten – und sorgte nach einem verkürzten Schwimmen auf dem Rad von Beginn an für Tempo. Nach 90 Kilometern betrug der Abstand zur Konkurrenz um Ben Hoffman (USA), Tim O'Donnell (USA) und Braden Currie (NZL) bereits vier Minuten. Auf der Laufstrecke bekam der Freiburger allerdings Fußprobleme und musste wenig später aussteigen. In einer Pressemitteilung hat Böcherer mitgeteilt, dass sich abends ein Hämatom unter dem Fuß gebildet habe und die Plantarfaszie möglicherweise angerissen sei. Die Saison sei daher vor dem Höhepunkt, dem Ironman Hawaii, für ihn beendet.

Braden Currie konnte sich nach Böcheres Ausscheiden den Sieg in 3:33:57 Stunden in einem Sprintfinish vor Ben Hoffman (3:33:58 Stunden) und Tim O'Donnell (3:35:31 Stunden) sichern. Bei den Frauen gewann Liz Lyles in 4:08:24 Stunden vor Linsey Corbin (4:09:39 Stunden) und Kelsey Withrow (4:11:28 Stunden).

Ironman Wisconsin: Stefan Schmid auf Rang fünf

Beim Traditionsrennen in Wisconsin zeigte sich ein Rennverlauf, wie er schon Gewohnheit ist, wenn Andrew Starykowicz am Start ist. Auf dem Rad ergriff der Amerikaner erwartungsgemäß die Initiative und fuhr als Erster in die Wechselzone. Acht Minuten betrug der Vorsprung auf seine Kontrahenten Luke McKenzie, Tj Tollakson, Patrick McKeon sowie Stefan Schmid (der als Fünfter auf die Laufstrecke ging). Nach der Halbmarathonmarke war der Vorsprung von Starykowicz allerdings aufgebraucht und Luke McKenzie lief entschlossen als Erster nach 8:17:19 Stunden über die Ziellinie. Auf Rang zwei folgte Tj Tollakson (8:28:17 Stunden) vor Patrick McKeon (8:28:36 Stunden). Stefan Schmid konnte seine Position auf der Laufstrecke halten und lief als Fünfter ins Ziel. Das Frauen-Rennen wurde unter Ausschluss von Profi-Frauen ausgetragen.