Andreas Dreitz gewinnt Ironman 70.3 Rügen

Bei der dritten Ausgabe des Ironman 70.3 Rügen zeigte Andreas Dreitz, warum er weltweit zu den besten Athleten auf der Mitteldistanz gehört. Nach 3:43:54 Stunden gewann der amtierende Ironman-70.3-Europameister in neuem Streckenrekord Deutschlands Insel-Ironman über die Halbdistanz.

Von > | 11. September 2016 | Aus: SZENE

Andreas Dreitz | Andreas Dreitz gewinnt die dritte Auflage des Ironman 70.3 Rügen.

Andreas Dreitz gewinnt die dritte Auflage des Ironman 70.3 Rügen.

Foto >Alexander Koerner/Getty Images

Zuerst wurde spekuliert, ob der amtierende Ironman-70.3-Europameister Andreas Dreitz nach seinem vollen Terminplan in den letzten Wochen überhaupt auf Rügen starten würde. Gestern die Gewissheit: Dreitz ist da und wird am Start stehen. Nur eine Woche nach der Ironman-70.3-WM in Australien, bei der Dreitz mit seinem elften Platz nicht zufrieden war, hatte sich der Deutsche bei der dritten Ausgabe des Ironman 70.3 Rügen einiges vorgenommen. Denn dass er topfit war, wusste Dreitz.

Große Gruppe steigt zusammen aus dem Wasser

Die 1,9 Kilometer der ersten Disziplin absolvierten alle Favoriten gemeinsam. Mehr als zehn Mann stiegen gemeinsam nach etwas mehr als 23 Minuten aus dem Wasser am Strand in Binz. Auf dem Rad zeigte sich das erwartete Bild: Die beiden "Überbiker" Andreas Dreitz und Johann Ackermann machten von Anfang an Druck und fegten in 2:01 Stunden über die 90 Kilometer lange Radstrecke. Auch Radrakete Konstantin Bachor zeigte in seiner Paradedisziplin, dass mit ihm zu rechnen ist, und stieg mit einer Radzeit von 2:04:49 Stunden als Dritter vom Rad.

Dreitz und Ackermann souverän, Dirksmeier holt auf

Schnell machte Andreas Dreitz auf der Laufstrecke klar, dass heute an ihm kein Vorbeikommen ist. Mit der schnellsten Laufzeit von 1:15:38 Stunden auf dem schwierigen Kurs sicherte sich der 27-Jährige souverän den ersten Platz. Auch Johann Ackermann lief den zweiten Platz souverän nach Hause. Nach 3:48:50 Stunden folgte Ackermann knapp fünf Minuten hinter Sieger Dreitz. Als Dritter lief den roten Teppich an der Strandpromenade in Binz der Deutsche Patrick Dirksmeier hinunter- mit einem schnellen Halbmarathon in 1:16:03 Stunden und einer Gesamtzeit von 3:50:32 Stunden verwies er Top-Favorit Timo Bracht auf Platz vier. Der Routinier zeigte solide Leistungen in allen Disziplinen, verpasste mit einer Endzeit von 3:52:06 Stunden das Podium allerdings knapp. Platz fünf sicherte sich Mark Oude Bennink aus den Niederlanden, gefolgt von den beiden Deutschen Konstantin Bachor und Alexander Schilling.

Alice Hector siegt vor Daniela Sämmler

Im Frauenfeld fiel die Entscheidung zum Ende recht deutlich aus. Die Britin Alice Hector erwischte einen guten Tag in allen Disziplinen und erreichte nach 4:18:50 Stunden als erste Frau mit einer sehr schnellen Zeit das Ziel an der Strandpromenade. Nach 26:45 Minuten stieg Hector bereits als erste Athletin aus dem Wasser. Nach einer Radzeit von 2:23:15 Stunden lief die Britin in 1:24:28 Stunden mit Abstand den schnellsten Halbmarathon im Frauenfeld. Rang zwei sicherte sich die Deutsche Daniela Sämmler. Nach konstanten Leistungen in den Einzeldisziplinen (28:02 Min., 2:22:28 Std., 1:30:21 Std.) kam sie nach 4:25:09 Stunden ins Ziel. Anna Halalsz aus Ungarn komplettierte das Podium und folgte gut vier Minuten nach Sämmler.