Duffy und Mendez erkämpfen Xterra-Titel

Die neue Xterra-Weltmeisterin ist auch die alte: Kurzdistanz-Weltmeisterin Flora Duffy hat ihren Offroad-Titel mit einem satten Vorsprung von zehn Minuten vor der Zweitplatzierten verteidigt. Bei den Männern sicherte sich Mauricio Mendez die Weltmeisterschaft. Sebastian Kienle missglückte der Versuch, das Hawaii-Doppel gegen Ben Hoffman zu gewinnen.

Von > | 24. Oktober 2016 | Aus: SZENE

Flora Duffy ist zum dritten Mal in Folge Xterra-Weltmeisterin (Archivbild)

Flora Duffy ist zum dritten Mal in Folge Xterra-Weltmeisterin (Archivbild)

Foto >XTERRA/Jesse Peters

"Schwierig, dieses Rennen ohne viele Worte zu beschreiben", twitterte Sebastian Kienle kurz nach seinem Zieleinlauf bei den Xterra-Weltmeisterschaften 2016 auf Maui. Also ließ er es einfach gleich ganz und beschränkte sich stattdessen auf Gratulationen. Für eine hatte Kienle dabei nur ein Wort übrig: "Wow", twitterte er in Richtung von Flora Duffy, die nach der ITU World Triathlon Series auch ihren dritten Xterra-Titel in Folge gewann. Mit einem satten Vorsprung von über zehn Minuten vor der Zweitplatzierten.

Duffy dominant, Mendez lauert

Die klassische Renngestaltung der 29-Jährigen ist so dominant, dass die Geschichte dazu schnell erzählt ist: Schon beim Schwimmen über 1,5 Kilometer setzte sich die Titelverteidigerin von den Bermudas um rund eineinhalb Minuten von ihrer Verfolgerin Michelle Flipo (MEX) ab, sogar über fünfeinhalb Minuten legte Duffy zwischen sich und die Britin Lesley Paterson, die als eine ihrer ärgsten Herausfordererinnen galt. Auf dem Mountainbike konnte Duffy dieses Polster auf die spätere Zweitplatzierte Paterson um weitere über 3 Minuten ausbauen - und sorgte beim Laufen anschließend sogar dafür, dass ihr Vorsprung auf den zweiten Rang in den zweistelligen Minutenbereich anwuchs. "Mein Rad muss durch den ganzen Schlamm, der daran klebte, fünf Kilogramm mehr gewogen haben", erzählte Duffy später. "Das waren die brutalsten Bedingungen, die ich bislang vom Xterra kannte." Hinter Duffy (3:15:00 Stunden) und Paterson (3:25:02) sicherte sich Suzie Snyder aus den USA in 3:29:04 Stunden den dritten Rang.

Enger gestaltete sich das Rennen um den Sieg bei den Männern. Dabei bestand der Kampf des späteren Siegers während der beiden ersten Disziplinen zunächst daraus, den Rückstand zur Spitze nicht zu groß werden zu lassen. Schon beim Schwimmen verlor Nachwuchsathlet Mauricio Mendez einige Sekunden auf die Spitze, und auf dem Rad drehte einer seiner erfahreneren Konkurrenten dann richtig auf: Um rund zweieinhalb Minuten konnte sich der Spanier Ruben Ruzafa auf den 32 Mountainbike-Kilometern von Mendez absetzen, ehe es auf die abschließenden rund 11 Trail-Kilometer ging. Dort war es dann aber Mendez, der auftrumpfte. Mit der Tagesbestzeit schob sich das Mexikaner rund zwei Kilometer vor dem Ziel an Ruzafa vorbei und sicherte sich den Weltmeistertitel eineinhalb Minuten vor seinem spanischen Konkurrenten. Dritter wurde der Australier Ben Allen. Auf Rang sieben erreichte Ben Hoffman das Ziel, der in einer Zeit von 3:01:42 Stunden rund sechs Minuten zwischen sich und den auf Rang 16 einlaufenden Sebastian Kienle legen konnte. Das reichte, um Kienle seinen Zeitvorsprung vom Ironman Hawaii wieder abzuluchsen und sich den mit 2.500 Dollar prämierten Sieg in der Hawaii-Kombinationswertung aus Ironman und Xterra zu sichern.