Es läuft. Nach Plan.

Ich habe lange nichts mehr von mir und meinen Vorbereitungen auf den Ironman Hamburg hören lassen. Das hat einen Grund: meinen anspruchsvollen Trainingsplan.

Von > | 24. Januar 2017 | Aus: SZENE

Coach und Athlet: Marc Sauer entnimmt Frank Wechsel bei der Leistungsdiagnostik einen Blutstropfen aus dem Ohrläppchen.

Coach und Athlet: Marc Sauer entnimmt Frank Wechsel bei der Leistungsdiagnostik einen Blutstropfen aus dem Ohrläppchen.

Foto >Silke Insel / spomedis

Eigentlich wollte ich ja gar keinen Trainingsplan. Als ich mich Ende Oktober mit meinem Coach Marc Sauer von STAPS zusammengesetzt habe, um meine Vorbereitung auf den Ironman Hamburg zu planen, hatte ich mir eigentlich erhofft, einen Baukasten von Einheiten von ihm zu bekommen, die mich nach meiner Leistungsdiagnostik Stück für Stück nach vorne bringen. Nach der Sutton-Methode wollte ich jeden Tag in mich hineinhören und entscheiden, welches Training an diesem Tag am Abend (oder vielleicht erst nach der Regeneration am nächsten Morgen) einen stärkeren Triathleten aus mir macht. Alles andere würde nicht zu meinen beruflichen Herausforderungen passen. Dachte ich.

„Wenn du in den ersten zwei Wochen keine festen Termine hast, können wir ja trotzdem mal einen Plan aufsetzen und gucken, wie du damit klarkommst.“ Auf diesen Deal, den Marc mir am Ende des Gesprächs vorschlug, konnte ich mich einlassen. Und merkte bald: Er funktioniert doch viel besser.

Denn das Training, das Marc mir verordnet, ist hart. Und intensiv. Und wenn nicht die Einheiten, die ich mit ihm in das vertrackte Netz meiner ständigen An- und Abwesenheiten einbaue, schwarz auf weiß im Plan stünden – ich würde nur die Hälfte von ihnen absolvieren. Denn sie sind, ausnahmslos, verdammt hart.

Grund dafür ist ein zweiter Deal, den ich mit Marc geschlossen habe. Und zwar der, dass ich keine 20 Stunden pro Woche in meine Ironman-Vorbereitung stecken kann. Und was die Umfänge nicht bringen, müssen eben die Intensitäten leisten. Das war mein Vorschlag – den ich, glaubt mir, inzwischen mehr als einmal verflucht habe. Keine Einheit ohne Spitzen und Schwitzen. Von nix kommt nix.

Und so trainiere ich weiter nach einem Plan, den ich eigentlich nicht wollte, der aber bisher perfekt funktioniert und den ich inzwischen lieb gewonnen habe. Mit Intensitäten, die ich wollte - und Umfängen, die langsam, aber stetig steigern. Und darum endet dieser Blogbeitrag auch hier. Denn morgen früh klingelt der Wecker um 5 Uhr. Für die erste Einheit: 70 Minuten auf der Rolle. Gespickt, natürlich, mit der einen oder anderen Intensität. Doch dazu ein andernmal mehr.