Fasten: Fortschritt durch Verzicht?

In triathlon 148 lesen Sie eine Abhandlung darüber, ob (Sport-)Fasten für Ausdauersportler empfehlenswert ist oder nicht. Hier finden Sie eine Auswahl an Quellen, die wir für die Erstellung des Beitrags verwendet haben.

Von > | 1. Februar 2017 | Aus: TRAINING

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Biesalski HK / Grimm P (2011): Taschenatlas Ernährung. 5. Auflage. Stuttgart / New York. S. 16-31, 60 f., 76 f., 84 f., 96 f.

Eines der Standardwerke für Ernährungswissenschaftler und Studierende der Ernährungswissenschaften gibt einen Überblick über Stoffwechselwege und darüber, wie sich der Körper beispielsweise unter Nahrungsentzug anpasst.

Feil W / Feil F (2014): Die F-AS-T Formel. Was erfolgreiche Sportler anders machen. Tübingen. S. 35

Die "Forschungsgruppe Feil" rät ambitionierten Sportlern, nur zwei, anderen Athleten höchstens drei Mahlzeiten täglich zuzuführen und auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten, auch wenn Regenerationsgetränke in Ordnung seien. Dadurch werde verstärkt das Hungerhormon Ghrelin ausgeschüttet, was die Produktion von Wachstumshormonen anrege und die Regeneration verbessere. Auch das Immunsystem werde dadurch gestärkt.

 
In einem zwölfwöchigen Krafttraining wurden in dieser Studie an 56 Männern unter anderem die akuten Hormonantworten des Körpers und ihre Korrelation zu den zu erwartenden Kraft- und (fettfreien) Massezuwächsen untersucht. Tatsächlich wurden Kraftwerte und die fettfreie Körpermasse gesteigert, allerdings konnten die Autoren keine signifikante Korrelation dieser Zuwächäse zu den Serumkonzentrationen von Wachstumshormon (GH), freiem Testosteron (fT) oder Insulin-like Wachstumshormon (IGF-1) feststellen.
 

West DW et al. (2010). Elevations in ostensibly anabolic hormones with resistance exercise enhance neither training-induced muscle hypertrophy nor strength of the elbow flexors. J Appl Physiol. 108(1):60-7

In dieser Arbeit untersuchten Wissenschaftler an zwölf jungen Männern, ob durch Krafttraining erhöhte endogene Hormonspiegel die Muskelstärke oder den Muskelzuwachs (Hypertrophie) steigern. Die Männer absolvierten über 15 Wochen hinweg Übungen für die Ellbogenflexoren unter unterschiedlichen hormonellen Einflüssen: Manche trainierten eine Armübung isoliert, manche direkt danach außerdem eine Beinkraftübung, um eine starke hormonelle Antwort zu provozieren. Tatsächlich wurden 15 und 30 Minuten nach dieser Form des Trainings siginifikant erhöhte Serumspiegel von GH, IGF-1 und Testosteron beobachtet. Auf den Muskel- oder Kraftzuwachs in den Armen hatte das aber keinen wesentlichen Auswirkungen: Beides verbesserte sich bei starker und schwächerer Hormonantwort in gleichem Maße.

In dieser Präsentation debattieren Wissenschaftler anhand von Studienergebnissen über die Bedeutung verschiedener Hormone beim Muskelzuwachs - mit dem Ergebnis, das höhere Hormonspiegel nicht automatisch Muskelzuwächse bedeuten.