Frodeno und Walter dominieren in Taitung

Jan Frodeno und Verena Walter jubeln bei der Challenge Taiwan: Der Ironman-Weltmeister entscheid die Mitteldistanz für sich, die Sauerländerin die Langdistanz.

Von > | 29. April 2017 | Aus: SZENE

Foto >Felix Rüdiger / Plan A GmbH

Für Jan Frodeno war das Rennen in Taiwan eine bessere Trainingseinheit: Mit der Maßgabe, wirklich Gas zu geben, war der Ironman-Weltmeister nach seinem bereits überlegenen Sieg auf Sardinien zu seinem zweiten Mitteldistanzrennen binnen einer Woche auf Taiwan angetreten. Und das setzte er mustergültig um. Mit einer Schwimmzeit knapp unter 23 Minuten setzte er sich bereits um fast zwei Minuten von seinen schnellsten Verfolgern ab - nämlich einer Staffel, zu der der Deutsche Michael Richter gehörte. Auf dem Rad baute er dieses Polster mit einer glänzenden 90-Kilometer-Zeit von 2:03:48 Stunden um fast 20 Minuten aus und packte beim abschließenden Halbmarathon in - für Frodenos Verhältnisse - vergleichsweise entspannten 1:14:01 Stunden noch einmal über 10 Minuten Vorsprung drauf. Etwas mehr als 32 Minuten trennten Sieger Frodeno damit im Ziel von der Staffel, der die zweitschnellste Gesamtzeit glückte. Der tatsächliche zweite Rang in der Einzelwertung ging etwas mehr als 40 Minuten hinter Frodeno an Tobias Chu.

Walter radelt davon

Während Frodeno auf der Mitteldistanz Einzelkämpfer war, starteten auf der parallel ausgetragenen Langdistanz mehrere Profis. Was Verena Walter aber nicht daran hinderte, dem Rennen ihren Stempel aufzudrücken: Obwohl sie beim Schwimmen über vier Minuten auf die schnellsten Konkurrentinnen um Lucie Zelenkova (CZE) verloren hatte, riss Walter das Rennen auf den 180 Radkilometern an sich. Sie fuhr in 4:52:43 Stunden satte 26 Minuten schneller als die Tschechin und 21 Minuten schneller als die ebenfalls schneller geschwommene Kathyrin Haesner (NZL) und startete so mit einem beruhigenden Polster in den abschließenden Marathon. Dort ließ Walter dann auch nichts mehr anbrennen und sorgte mit einem soliden Lauf über 3:25:03 Stunden für einen überlegenen Sieg in 9:25:51 Stunden deutlich vor Zelenkova (9:42:11) und Haesner (9:46:20). Das Rennen der Männer gewann der Schwede Fredrik Croneborg in starken 8:03:21 Stunden dank besserer Schwimm- und etwas besserer Radleistung vor den Kiwis Dougal Allan (8:11:23) und Guy Crawford (8:23:47).