Frommhold attackiert am Solarer Berg, Bracht beißt

Nils Frommhold geht bei der Challenge Roth in die Offensive. Bei den Frauen führt Daniela Ryf das Feld an, eine Weltbestzeit scheint aber unwahrscheinlich.

Von > | 9. Juli 2017 | Aus: SZENE

Timo Bracht muss am Solarer Berg beißen.

Timo Bracht muss am Solarer Berg beißen.

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Aus seiner Hoffnung, dass er sich beim Schwimmen möglicherweise alleine mit Maurice Clavel von den Hauptkonkurrenten um den Sieg bei der Challenge Roth lösen könnte, is nichts geworden - trotzdem präsentiert sich Nils Frommhold in der Frühphase des Rother Rennens exzellent. Nach rund 70 Kilometern, kurz vor der ersten Durchfahrt des Solarer Bergs, hatte sich der Freiburger nicht nur an die Spitze der Führungsgruppe in Roth gesetzt, sondern den Anstieg auch genutzt, einige Meter zwischen die Konkurrenten und sich selbst zu legen. So führte Frommhold den Wettkampf nach 71 Kilometern mit einigen hundert Metern vor einer rund sechs Mann starken Verfolgergruppe um Terenzo Bozzone (NZL), Maurice Clavel und Timo Bracht an, wobei dieser auf der Auffahrt zum Solarer Berg sichtlich kämpfen musste. Diese Chance nutzte Frommhold, der nach 90 Kilometern vor den nun nur noch drei direkten Verfolgern Bozzone, Bracht und Clavel knapp 80 Sekunden Vorsprung hat. Nur wenige Sekunden dahinter liegt Per Bittner. Sean Donnelly als derzeit Sechster hat zur Halbzeit des Radkurses bereits rund vier Minuten Rückstand.

Diese Radgruppe, aus der Frommhold sich abzusetzen versucht, hatte schon früh im Rennen zusammengefunden: Nach dem Schwimmen stiegen rund zehn Männer dicht beisammen auf ihre Wettkampfräder, dort bildete sich bald eine Achtergruppe, die Frommhold mit seinem Antritt aber sprengte.

Ryf stark, aber nicht auf Kurs Weltbestzeit

Das Frauenrennen führt erwartungsgemäß Daniela Ryf (SUI) an. Die Schweizerin war einige Sekunden schneller geschwommen als Heather Wurtele (CAN) und setzte sich beim Radfahren schnell noch deutlicher ab. Allerdings war die Schweizerin im Wasser in 52:34 Minuten rund drei Minuten langsamer als im Vorjahr, weshalb ein Angriff auf Chrissie Wellingtons Weltbestzeit unwahrscheinlich scheint. Nach 90 Kilometern liegt Ryf nach einer Renndauer von 3:13 Stunden rund acht Minuten vor einem Verfolgertrio aus Yvonne van Vlerken (NED), Laura Siddal (GBR) und Heather Wurtele.