Frommhold stürzt, Clavel übernimmt Führung

Für Nils Frommhold ist die Challenge Roth beendet. Der Freiburger musste nach einem Sturz aufgeben, Maurice Clavel ist der neue Führende.

Von > | 9. Juli 2017 | Aus: SZENE

Maurice Clavel startet als Führender auf die Laufstrecke

Maurice Clavel startet als Führender auf die Laufstrecke

Foto >Fabian Fiedler / spomedis

Alles deutete auf den zweiten Sieg Nils Frommholds bei der Challenge Roth 2017 hin. Doch dann das: Nachdem sich der Freiburger, der zusammen mit einer Zehnergruppe an der Spitze des Feldes aus dem Wasser gestiegen war und diese Gruppe nach 70 Radkilometern mit einem Antritt am Solarer Berg gesprengt hatte, um über fünf Minuten von seinen ärgsten Verfolgern Maurice Clavel und Timo Bracht abgesetzt hatte, kollidierte er mit einer zu überrundenden Athletin. Frommhold kam zu Fall. Dabei brach sein Lenker, weswegen der Deutsche das Rennen nur wenige Kilometer vor dem zweiten Wechsel vorzeitig aufgeben musste.

Neuer Führender ist Maurice Clavel. Der hatte sich nach Frommholds Attacke am Solarer Berg zunächst in einer Dreigergruppe mit Terenzo Bozzone (NZL) und Bracht gehalten, nach einem Antritt des Kiwis war dann Bracht aus dieser Verfolgergruppe des Führenden Frommhold rausgefallen. Bozzone büßte aber auch selbst noch für sein Engagement und fiel auf den letzten Kilometern mehrere Minuten hinter den neuen Führenden Clavel und dessen Verfolger Bracht zurück. Der Abstand zwischen diesem Duo lag beim Wechsel auf den Marathonlauf bei zwei Minuten, auf den ersten Laufkilometern baute Clavel ihn sogar noch um über eine halbe Minute aus. Doch Vorsicht: Timo Bracht ist bekannt dafür, sich seine Kräfte hervorragend einzuteilen. Terenzo Bozzone liegt fünf Minuten hinter Clavel und zwei Minuten vor Bart Aernouts (BEL) auf dem dritten Rang. Der starke Läufer Joe Skipper (GBR) lag beim zweiten Wechsel acht Minuten hinter Clavel.

Das Frauenrennen dominiert weiterhin Daniela Ryf. Zum Ende des Radfahrens liegt ihr Vorsprung auf die schnellsten Verfolgerinnnen Laura Siddal und Yvonne van Vlerken bei über elf Minuten. Die Viertplatzierte, Lisa Roberts (USA), liegt sogar weit über 20 Minuten zurück. Ryf startete nach insgesamt 5:33:18 Stunden auf den Marathon - für eine Weltbestzeit müsste sie nun also eine Zeit um 2:45 Stunden laufen.