Heißer Tanz im kühlen Ostseebad

Das Profi-Feld beim Ironman 70.3 Rügen ist hochklassig besetzt: Patrick Lange und Nils Frommhold testen ihre Hawaii-Form in der Ostsee. Doch dass der Sieg nur über sie geht, ist alles andere als ausgemacht.

Von > | 8. September 2017 | Aus: SZENE

Die Teilnehmer des Ironman 70.3 Rügen blieben im letzten Jahr von Wetterkapriolen verschont.

Die Teilnehmer des Ironman 70.3 Rügen blieben im letzten Jahr von Wetterkapriolen verschont.

Foto >Getty Images for Ironman

Knapp 15 Grad Lufttemperatur und 90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit, das sind die Wetteraussichten für die nächsten Tage auf Rügen. Die gute Nachricht: Am Sonntag, wenn der Ironman 70.3 Rügen 2017 stattfindet, soll es zumindest nicht mehr regnen. Doch selbst dann ist mit eher kühlen Temperaturen und starkem Wind zu rechnen. Aber: Auch bei schlechtem Wetter wird es in Binz ein spannendes Rennen geben.

Top-Favoriten Lange und Frommhold

Den zwei Athleten vom Team Erdinger Alkoholfrei, Nils Frommhold und Patrick Lange, werden die besten Chancen auf den Sieg bei der Mitteldistanz am kommenden Sonntag zugerechnet. Beide wollen auf Hawaii in Bestform an den Start gehen und werden in Rügen einen letzten Formcheck machen. Die Konkurrenz kommt im Wesentlichen aus dem eigenen Land – und die hat es durchaus in sich: Vor einem ehemaligen Kurzdistanzler-Triathleten wie Franz Löschke, der auf dieser Mitteldistanz angreift, sollte man als Langdistanz-Triathlet Respekt haben. Und auch einen Langdistanz-Routinier wie Timo Bracht sollte man auf der Rechnung haben. Auf der Startliste der Männer gemeldet sind neben vielen weiteren deutschen Profis zudem Johann Ackermann, Markus Fachbach und Michael Göhner.

Formcheck oder Vollgas?

Die drei Favoritinnen heißen Alice Hector aus Großbritannien, Daniela Sämmler und Anja Beranek. Hector, die das Rennen im letzten Jahr gewinnen konnte, wird sich einer Daniela Sämmler erwehren müssen, die ihre gute Form nicht zuletzt beim Ironman Hamburg zeigte. Für Sämmler ist der Ironman Hawaii in diesem Jahr kein Thema, weswegen man von ihr sicherlich keinen halbherzigen Formcheck im Rennen erwarten kann. Für Anja Beranek ist die Situation eine andere: Sie befindet sich seit dem zweiten Platz in Zell am See wieder auf einem guten Weg in Richtung Hawaii. Das Rennen auf Rügen wird deshalb für sie auch vor allem ein Indikator über die aktuelle Leistungsfähigkeit sein.

Der Ironman 70.3 Rügen und das Finale der Triathlon-Bundesliga am Samstag am gleichen Ort werden online bei ostseelive.tv übertragen.