"Ich werde die Flucht nach vorn suchen"

Am Anfang der Saison hatte Anja Beranek noch mit Problemen zu kämpfen – je näher Hawaii rückt, desto besser wird die Form. Beim Ironman 70.3 Rügen will die Hawaii-Vierte "richtig durchstarten."

Von > | 9. September 2017 | Aus: SZENE

Anja Beranek vor dem Ironman 70.3 Rügen.

Anja Beranek vor dem Ironman 70.3 Rügen.

Foto >Alexander Siegmund

Nach dem Ironman Frankfurt wurde es etwas ruhiger um dich. Wie ist seitdem die Vorbereitung auf dem Ironman 70.3 Rügen gelaufen?
Ich hatte am Anfang der Saison ein paar körperliche Probleme und bin nicht so richtig in Form gekommen. Das hat aber den großen Vorteil, dass ich jetzt hinten raus noch richtig frisch und heiß auf die Rennen bin. Von daher freue ich mich, dass ich jetzt richtig durchstarten und hier auf deutschem Boden ein hoffentlich gutes Rennen zeigen kann.

Konntest du nach dem 2. Platz in Zell an See im Training noch an einigen Stellschrauben drehen?
Das Rennen bin ich sehr defensiv angegangen und mit dem 2. Platz bin ich im Nachhinein zufrieden. Ich habe vor allem Selbstvertrauen aus dem Ergebnis gezogen und versuche jetzt am Sonntag deutlich offensiver zu agieren und zu sehen, wie gut die Form einige Wochen vor Hawaii bereits ist.

Es läuft am Sonntag auf ein deutsches Duell mit Daniela Sämmler hinaus. Gibt es dort eine taktische Marschroute, um das Rennen für dich zu entscheiden?
Ich denke, dass ich etwas besser schwimme und sie dafür im Laufen stärker ist. Von daher werde ich wohl die Flucht nach vorn suchen. Jedes Rennen ist natürlich etwas unterschiedlich, aber ich versuche mich auf meine eigene Leistung zu konzentrieren, denn das ist das wichtigste in Hinblick auf die Ironman-Weltmeisterschaft.