IOC nimmt Triathlon Mixed Relay ins Olympia-Programm auf

Der Triathlon bekommt sein zweites Olympia-Event: Im Jahr 2020 wird es neben den Einzelrennen erstmals auch eine Mixed Relay beim weltgrößten Sportfest geben.

Von > | 9. Juni 2017 | Aus: SZENE

Die USA sicherten sich 2016 in Hamburg den WM-Titel in der Mixed Relay.

Die USA sicherten sich 2016 in Hamburg den WM-Titel in der Mixed Relay.

Foto >Lennart Klocke / spomedis

Die jahrelangen Bemühungen von Weltverbands-Präsidentin Marisol Casado und ihrem Team haben gefruchtet: Die International Triathlon Union (ITU) hat mit den Mixed Relays ein zweites Triathlon-Format im Programm der Olympischen Spiele platziert. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die ITU heute bekanntgaben, wird bei den Sommerspielen in Tokyo im Jahr 2020 neben den Einzelrennen erstmals auch bei den Mixed Relays Olympia-Edelmetall vergeben.

Das Prinzip dieses abwechslungsreichen Formats: Nacheinander absolvieren jeweils eine Frau, ein Mann, eine zweite Frau und ein zweiter Mann einer Nation einen kompletten Kurztriathlon über 300 Meter Schwimmen, acht Kilometer Radfahren und zwei Kilometer Laufen. Beim World Triathlon in Hamburg werden in diesem Format seit einigen Jahren die Weltmeisterschaften ausgetragen - für das Publikum ist dieses Format meist noch stimmungsvoller und unterhaltsamer als die Einzelrennen.

Über die zu erwartenden Qualifikationsmechanismen ist noch nichts bekannt. In einer Pressemitteilung der ITU heißt es aber, für die Mixed Relay müssten keine weitere Athleten zu Olympia zugelassen werden. Das könnte heißen, dass sich aus Deutschland für die Teilnahme an den Mixed Relays mindestens zwei Frauen und zwei Männer für die Einzelrennen der Olympischen Spiele qualifizieren müssten. Bei den Spielen im vergangenen Jahr wurden von Deutscher Triathlon Union und Deutschem Olympischem Sportbund nur zwei Frauen nominiert und kein männlicher Athlet.