Ironman Austria führt "schnelle Welle" ein

Das Startprozedere bei Triathlonrennen war in der vergangenen Saison eins der heißesten Diskussionsthemen. In Österreich soll es künftig sowohl Massenstart als auch Rolling Start geben.

Von > | 4. April 2017 | Aus: SZENE

Foto >Getty Images for IRONMAN

"Rolling Start" oder Massenstart? Die Diskussion um die beste Weise, in einen Triathlon zu starten, war in der vergangenen Saison eine der heißesten unter den Ausdauerdreikämpfern. Der Veranstalter Ironman hatte bei seinen Rennen für Agegrouper nämlich auf das Rolling-Start-Prozedere umgestellt: Dabei reihen sich Athleten entsprechend ihrer erwarteten Schwimmzeit auf und starten im Abstand weniger Sekunden ins Rennen. Das habe das subjektive Sicherheitsempfinden der Teilnehmer erhöht, will Ironman durch Befragungen der Sportler herausgefunden haben. Es blieben allerdings auch kritische Stimmen von Athleten und Zuschauern, die die spektakulären Massenstart-Bilder vermissten oder im Rennen um Altersklassen-Platzierungen oder Hawaii-Qualifikationen den direkten Vergleich mit ihren gleichaltrigen Konkurrenten haben wollten - durch den Rolling Start können Sportler schließlich nie genau wissen, ob ein Konkurrent, dem sie auf der Strecke begegneten, früher oder später ins Rennen gegangen ist.

Beim Ironman Austria in Klagenfurt am 2. Juli will Ironman nun einen Kompromiss finden: Für bis zu 400 Sportler, die sich eine Schwimmzeit von unter 60 Minuten zutrauen, soll es eine "schnelle Welle" geben, die im Massenstart ins Rennen geschickt werden wird, ehe die übrigen Teilnehmer per Rolling Start folgen. Bis zum 24. April können sich Athleten auf der Veranstaltungswebsite für die "schnelle Welle" anmelden.