Ironman Hamburg hat 1.200 Höhenmeter auf dem Rad

Von wegen alles flach: Die Radstrecke des Ironman Hamburg wird 1.200 Höhenmeter aufweisen. Das verkündete Ironman-Germany-Geschäftsführer Björn Steinmetz am Montagabend.

Von > | 22. November 2016 | Aus: SZENE

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

264 Tage vor der Premiere des Ironman Hamburg veranstaltete der Europa-Geschäftsführer von Ironman, Björn Steinmetz, am Montagabend eine öffentliche Frage-und-Antwort-Runde auf Facebook, in der er auf die drängendsten Fragen einging. Zunächst verkündete der Badener eine Erfolgsmeldung: 2.324 Anmeldungen seien bereits eingegangen, bei 2.500 ist Schluss. Der Ironman Hamburg (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen) wird damit wohl in den kommenden Tagen offiziell ausverkauft sein.

Rolling Start auch in Hamburg

Die meisten Fragen aus den Athletenkreisen bezogen sich auf die Streckenführung. Dazu verkündete Steinmetz, dass der Schwimmstart wohl in der Form des "Rolling Starts" ausgetragen wird. Dabei gehen die Schwimmer, die sich zuvor nach ihrer erwarteten Schwimmzeit eingeordnet haben, in kleinen Grüppchen oder in Sekundenabständen ins Wasser. Aus Kreisen erfahrener Triathleten stößt dieser Startmodus immer wieder auf Kritik, da das Wettkampfflair darunter leide und die Übersicht sowohl für Teilnehmer als auch Zuschauer verloren gehe. In einer großen Online-Befragung unter den Usern von tri-mag.de sprach sich nach dem Ironman Frankfurt im Sommer jedoch eine klare Mehrheit der Teilnehmer, aber auch der Nichtteilnehmer, für eine Beibehaltung dieses Startmodus aus. Sollte wider Erwarten am 13. August 2017 kein Schwimmen in der Alster möglich sein, würde das Rennen stattdessen mit einem Fünf-Kilometer-Lauf gestartet, so Steinmetz. In der Vergangenheit gab es im Sommer immer wieder Diskussionen um die Wasserqualität der Alster, ein Triathlon-Schwimmen ist dieser allerdings nie zum Opfer gefallen.

Nach dem Schwimmen geht es in die Wechselzone, die wie beim Hamburg Wasser World Triathlon, dem seit 15 Jahren etablierten Kurzdistanzrennen in der Hansestadt, auf dem Ballindamm aufgebaut wird. Das bedeutet auch, dass anders als bei den etablierten Rennen des Ironman Frankfurt und der Challenge Roth nur eine Wechselzone benötigt wird. Danach geht es auf zwei identische Radrunden, die aus der City über die 53 Meter hohe Köhlbrandbrücke zu einem Wendepunkt bei Buchholz in der Nordheide führen sollen. Inklusive zweier Köhlbrandbrückenpassagen soll jede Radrunde laut Steinmetz 600 Höhenmeter enthalten - etwas mehr als bei der Europameisterschaft in Frankfurt und etwas weniger als bei der Weltmeisterschaft auf Hawaii. Die Laufstrecke schließlich führt über vier Cityrunden an der Alster entlang.

Zielschluss erst um 23 Uhr

Für diese Strecke sollen die Teilnehmer ausreichend Zeit bekommen. Nach dem Profistart um 6.45 Uhr (insgesamt wird ein im Vergleich zu vielen anderen Ironman-Rennen recht ordentliches Preisgeld von 80.000 US-Dollar ausgeschrieben) gehen die Agegrouper ab etwa 7 Uhr an den Start. Zielschluss auf dem Hamburger Rathausmarkt soll um 23 Uhr sein. Zum Vergleich: In Frankfurt schließt das Tor auf dem Römerberg bereits um 22 Uhr.