Deutsches Trio kämpft um erste Challenge-Krone

Mindestens drei deutsche Topathleten wollen der ersten Challenge-eigenen Meisterschaft in Samorin (Slowakei) ihren Stempel aufdrücken. Sebastian Kienle, Michael Raelert und Andreas Dreitz gehören am 3. Juni zu den Favoriten.

Von > | 19. Mai 2017 | Aus: SZENE

Auf dem Gelände der x-bionic-Sphere finden die Wechsel und der Zieleinlauf statt.

Auf dem Gelände der x-bionic-Sphere finden die Wechsel und der Zieleinlauf statt.

Foto >x-bionic Sphere

Rund zwei Wochen vor „The Championship“ – so der offizielle Name des Rennens – gaben die Organisatoren erste Details über das Profifeld bekannt. Demnach werden es im Männerrennen Ex-Hawaii-Sieger Kienle, Ironman-70.3-Europameister Dreitz sowie Ex-Weltmeister Raelert unter anderem mit Alistair Brownlee und Lionel Sanders zu tun bekommen. Olympiasieger Brownlee gibt in dieser Saison seinen Einstand auf der Mitteldistanz - und das mit zwei Siegen in zwei Rennen bisher äußerst erfolgreich. Der Kanadier Sanders gewann 2017 schon drei Ironman-70.3-Rennen und ließ in St. George Sebastian Kienle dank starker Laufleistung hinter sich.

Mit von der Partie im Kampf um die 150.000 Euro Preisgeld sind in Samorin außerdem die beiden Kurzdistanzathleten Richard Murray (Südafrika) und der slowakische Lokalmatador Richard Varga. Mit Boris Stein, Timo Bracht und Per Bittner, deren Namen sich ebenfalls in der Startliste befinden, könnten weitere deutsche Profis am Start sein.

Rennen soll Topevent werden

Bei den Frauen gehören die Kanadierin Heather Wurtele sowie Annabel Luxford und Melissa Hauschildt (beide Australien) zu den Favoritinnen. Deutsche Top-Triathletinnen wurden zunächst nicht genannt. In der Startliste befinden sich allerdings auch die Namen Laura Philipp und Anja Beranek.

Insgesamt werden am 3. Juni Athleten aus 60 Ländern an den Start gehen. Zwar ist es das erste Challengerennen, für das man sich bei anderen Events qualifizieren musste. Von einer "Challenge-Weltmeisterschaft" sprechen die Organisatoren bisher aber nicht. Dafür versprechen sie vollmundig, das Event werde einen "neuen Standard" im Triathlonsport setzen.

Sebastian Kienle | Wird sich Sebastian Kienle den ersten Challenge-Titel holen?

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Foto >koruptvision

20-Meter-Windschattenbox

Der flache Kurs im Dreiländereck Slowakei-Österreich-Ungarn verspricht Topzeiten. Nach dem Schwimmen über 1,9 Kilometer in der Donau erwartet die Athleten auf den Rädern eine 90-Kilometer-Wendepunktstrecke entlang des Stroms mit gerade einmal 74 Höhenmetern. Bei Kilometer 31 und 59 geht es jeweils über eine Brücke über die Donau. Um Drafting zu bekämpfen, gilt beim Radfahren erstmals ein Mindestabstand von 20 Metern. Der abschließende Halbmarathon wird größtenteils auf dem Gelände der x-Bionic-Sphere, einem riesigen Trainingskomplex für über 20 olympische Sportarten, gelaufen.

Der Startschuss für die Profi-Männer fällt am 3. Juni um 9 Uhr. Die Frauen gehen zehn Minuten später ins Rennen.