Kurzdistanz-Spezialisten fordern Dreitz und Vesterby

Andreas Dreitz und Michelle Vesterby haben bei der Premiere in Portugal ein interessantes Rennen vor der Brust: Sie müssen sich dort mit schwer auszurechnenden Kurzdistanzlern messen.

Von > | 4. Mai 2017 | Aus: SZENE

Foto >Michael Rauschendorfer

Beim Ironman 70.3 Oceanside fehlten Andreas Dreitz auf der Laufstrecke noch ein paar Prozentpunkte, um letztlich ganz vorne anzugreifen. Am Ende stand für den starken Radfahrer dort der vierte Rang. Wenige Wochen später dürfte sich Dreitz' Wettkampf- und Laufform mit dem Wettkampfreiz aus den USA verbessert haben - und doch wird es der 28-Jährige bei seinem ersten Europa-Rennen der Saison im Rahmen der Challenge Lissabon am Wochenende nicht auf eine Laufentscheidung ankommen lassen wollen.

Vanessa Fernandes' nächster Paukenschlag?

Denn die Konkurrenz in der Abschlussdisziplin hat es in sich: Der Portugiese Joao Pereira hat sich für den Wettkampf vor heimischem Publikum angekündigt und kennt sich aus mit schnellem Laufen: Eigentlich ist Pereira nämlich in der World Triathlon Series aktiv und gehört dort zu den schnellsten Läufern. Auch Bruno Pais (POR) hat Kurzdistanz-Erfahrung und für den Wettkampf gemeldet. Außerdem werden in Lissabon Jeremy Jurkiewicz (FRA) und die Deutschen Jens Frommhold, Matthias Knossalla, Patrick Dirksmeier und der Schweizer Manuel Küng versuchen, Dreitz das Leben schwer zu machen.

Auch im Frauenrennen gibt es in Michelle Vesterby (DEN) eine klare Favoritin auf den Sieg bei der Premiere des Challenge-Rennens in Lissabon - aber ebenfalls auch eine portugiesische Unbekannte. Denn in der Meldeliste findet sich auch die 31-jährige Portugiesin Vanessa Fernandes wieder, die eine bewegte Karriere hinter sich hat: Im Jahr 2008 gewann sie hinter Jan Frodenos heutiger Ehefrau Emma Snowsill Olympia-Silber, wenig später zog sie sich wegen gesundheitlicher Probleme, die vor allem psychischer Art gewesen sein sollen, aus dem Profisport zurück. Im Jahr 2015 sorgte sie nach einem missglückten Triathlon-Comeback-Versuch mit ihrem Marathon-Debütlauf über 2:31:22 Stunden für einen Paukenschlag, tauchte sportlich danach allerdings abermals ab - und ist für die Konkurrenz in Lissabon nun besonders schwierig einzuschätzen. Vesterby wird sie wohl auf der Rechnung haben - wie auch die Britinnen Alice Hector, Lucy Charles und Corinne Abraham sowie Sofie Goos (BEL) und Line Thams (DEN), die sich ebenfalls für den Wettkampf angekündigt haben. Aus Deutschland hat Anna-Lena Pohl als Profi für das Rennen in Portugal gemeldet.