Laufschuh-Übergabe an den Hamburger Sportbund

Viele der rund 200 Testschuhe aus den großen Laufschuhtests in der "triathlon" hat die Redaktion für den guten Zweck an den Hamburger Sportbund übergeben. Einige der Modelle kamen bereits beim Marathon zum Einsatz.

Von > | 26. April 2017 | Aus: SZENE

Kristjana Krawinkel (Programmleitung \"Integration durch Sport\"), Ralph Lehnert (HSB-Vorstandsvorsitzender), triathlon-Herausgeber Frank Wechsel (v. l. n. r.)

Kristjana Krawinkel (Programmleitung "Integration durch Sport"), Ralph Lehnert (HSB-Vorstandsvorsitzender), triathlon-Herausgeber Frank Wechsel (v. l. n. r.)

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Am zurückliegenden Wochenende feierten 15.993 angemeldete Einzelläufer und rund 7.000 Staffelläufer mit weit mehr als 100.000 Zuschauern trotz Wetterkapriolen ein riesiges Lauffest in der Hansestadt. Der Hamburg-Marathon hat sich als größter Frühjahrs-Marathon in Deutschland neben internationalen Spitzensport-Leistungen auch als lokales "Get-together" von Läufern etabliert. Viele Hamburger Vereine nutzen die Laufveranstaltung, um ihre Läufer an den Start zu bringen. Einige von ihnen waren am Renntag in Laufschuhen unterwegs, die triathlon-Herausgeber Frank Wechsel am 12. April 2017 an den Hamburger Sportbund übergeben hatte.

Jedes Jahr im Frühjahr testet und bewertet die Redaktion die neuesten auf dem Markt erhältlichen Laufschuhe. Mehrere Hundert Modelle erreichen die Redaktion für den großen Laufschuhtest und werden von den Redakteuren sowie ausgewiesenen Testläufern unter die Füße genommen. Ein Teil der Schuhe bleibt im Langzeittest, aber manches Modell wandert nach Ablauf des Testzeitraums auch wieder zurück in die Kartons. Doch nicht jeder Läufer kann sich Laufschuhe leisten. Deswegen reifte der Entschluss innerhalb des in Hamburg verwurzelten spomedis-Verlags, die Schuhe an den Hamburger Sportbund zu spenden.

"Wir freuen uns, dass wir mit unserer Schuh-Spende an den Hamburger Sportbund einen Beitrag zur Unterstützung der lokalen Sportvereine leisten und Menschen das Sporttreiben ermöglichen können, die sonst keinen Zugang zum dafür notwendigen Equipment haben", freut sich triathlon-Herausgeber Frank Wechsel.

Flüchtlinge beim Marathon am Start

Nach und nach werden die Schuhe nun von Vereinen abgeholt und an Laufgruppen und Mitglieder verteilt, darunter auch viele Flüchtlinge, die sich die teuren Modelle meistens nicht leisten können. Der TV Fischbek habe sich nach Auskunft des Hamburger Sportbunds (HSB) bereits die ersten Schuhe abgeholt und unter den Läufern verteilt, die damit im Rahmen des Hamburg-Marathons unterwegs waren.

Der HSB-Vorstandsvorsitzende Ralph Lehnert lobt die Idee: "Unsere Sportvereine sind die Orte in Hamburg, wo auch Menschen mit wenig Geld Sport machen können. Leider fehlt es immer wieder an Ausrüstung, die nur durch Spenden zu finanzieren ist. Dank der guten Idee des spomedis-Verlags sind wir beim Sport für Flüchtlinge wieder ein Stück weiter gekommen.“

Über spomedis

spomedis wurde im Jahr 2000 von Silke Insel und Frank Wechsel in Freiburg im Breisgau gegründet. Seit 2003 ist Hamburg der Firmensitz des Verlags, der mit rund 15 fest angestellten und zahlreichen freien Mitarbeitern und Autoren die verschiedensten Mediengattungen bedient. Ursprünglich ausgehend vom Zeitschriftengeschäft kamen nach und nach die Abteilungen Buchverlag, Websites, TV- und DVD-Produktionen und digitale Publikationsformate hinzu. Bei spomedis erscheinen die Zeitschriften triathlon und SWIM. Seit dem Juli 2017 ist der Verlag mit dem Portal TriathlonWorld.com auch international aktiv.