Frodo vs. Kienle: Auf dem Weg zum Ironwar

Kurz vor Hawi hatte Sebastian Kienle die Spitzengruppe eingeholt und ging zusammen mit Jan Frodeno auf die Laufstrecke. Auch Boris Stein und Andreas Böcherer sowie Luke McKenzie (AUS) fanden sich in der Fünfergruppe wieder.

Von > | 9. Oktober 2016 | Aus: SZENE

Jan Frodeno kommt als Erster aus der zweiten Wechselzone, nur wenige Sekunden vor Sebastian Kienle.

Jan Frodeno kommt als Erster aus der zweiten Wechselzone, nur wenige Sekunden vor Sebastian Kienle.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Das Radfahren begann für Frodeno-Fans mit einer Schrecksekunde. Der Weltmeister von 2015 griff sich an den Rücken – muskuläre Probleme? Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass Frodeno nach seinem verlorenem GPS suchte. Nach Passieren des Kuakini-Highway ging sofort die Post ab mit vielen Positionswechsel an der Spitze. Schnell schlossen auch die schwächeren Schwimmer Boris Stein und Sebastian Kienle zu der Spitzengruppe auf und rollten im Express-Zug mit in Richtung des Wechselpunkts nach Hawi. Bereits nach 30 Kilometer betrug der Abstand des aufschließendes Duos weniger als vier Minuten.

Nach 60 Kilometer stellte der aufkommende Mumuku-Wind die Athleten auf die Kraftprobe. Michael Weiss übernahm kurzzeitig nach dem Anstieg in Hawi die Führung, musste seinem brutalen Tempo jedoch ziemlich schnell Tribut zollen. In Hawi hatte Kienle mittlerweile zur Führungsgruppe, in der auch Frodeno fuhr, aufgeschlossen. Nach einem behutsamen Abtasten machte der radstarke Kienle dann ernst und riss ein Loch von mehreren hundert Meter. Überraschenderweise war es nach 4:55 Stunden Stein, der Kienle überholt und sich mutig an die Spitze setzte. Dort konnte er sich allerdings nicht lange behaupten und wurde von vier Athleten überholt. Kienle fuhr als erstes in die Wechselzone, gefolgt von Frodeno, Böcherer, McKenzie und Stein. Der Ex-Kurzdistanzler Frodeno wechselte am schnellsten und verließ an Platz eins liegend die Wechselzone. Und wieder eine Schrecksekunde: Er musste kurz die Straßenseite wechseln, um seine verlorene Sportuhr einzusammeln. Dicht dahinter folgte schon ein lauernder Kienle. Der deutsche Ironwar konnte beginnen.

Die Zwischenstände nach der zweiten Wechselzone

    1 5:20:56            Jan Frodeno          
    2 5:20:59    0:04 Sebastian Kienle     
    3 5:21:09    0:13 Luke McKenzie        
    4 5:21:15    0:19 Ben Hoffman          
    5 5:21:19    0:23 Tim O'Donnell        
    6 5:21:20    0:25 Andi Boecherer       
    7 5:21:37    0:41 Boris Stein          
    8 5:24:07    3:11 Eneko Llanos         
    9 5:25:27    4:32 Marko Albert         
   10 5:25:33    4:37 Michael Weiss        
   11 5:25:59    5:03 Terenzo Bozzone      
   12 5:27:48    6:53 Lionel Sanders       
   13 5:28:21    7:25 Igor Amorelli        
   14 5:28:38    7:42 Frederik Van Lierde  
   15 5:28:39    7:43 Andy Potts           
   16 5:29:06    8:10 David Plese          
   17 5:30:32    9:37 Cyril Viennot        
   18 5:30:56   10:00 Brent McMahon        
   19 5:31:24   10:29 Kyle Buckingham      
   20 5:31:28   10:32 Matt Russell