Marc Duelsen gewinnt Ironman Wales

Es war eine enge Entscheidung - mit glücklichem Ende für den Deutschen Marc Duelsen: In Wales hat der 31-Jährige den ersten Ironmansieg seiner Karriere gefeiert. Auf der Laufstrecke fing er den zuvor weit enteilten Briten Philip Graves gerade noch rechtzeitig ab.

Von > | 19. September 2016 | Aus: SZENE

Marc Duelsen | Marc Dülsen gewinnt den Ironman Wales 2016.

Marc Dülsen gewinnt den Ironman Wales 2016.

Foto >Getty Images for Ironman

Beim Schwimmen war Marc Duelsen bereits weit vorne dabei, aber nicht ganz vorne: Rund eine Minute war der langdistanzerfahrene Brite Philip Graves in der Auftaktdisziplin schneller unterwegs - und agierte in der folgenden Disziplin, wie man ihn kennt: Offensiv. Im Alleingang löste sich Graves von seinen Verfolgern um Nick Baldwin (SYC), Duelsen verlor auf der äußerst schwierigen Radstrecke weitere sechseinhalb Minuten auf den Briten an der Spitze. Doch er hatte das Rennen und seinen Traum vom Sieg noch nicht aufgegeben.

Duelsen dreht auf, Riesler steigt aus

Denn beim Laufen schob er sich nach und nach wieder näher an die Spitze heran. Schon auf der ersten Hälfte des Rennens schob er sich an Baldwin vorbei und blieb weiterhin auf dem Gaspedal, ohne aber zu überdrehen. Nach etwas mehr als 30 Kilometern war es dann geschehen: Duelsen übernahm die Führung von Philipp Graves und gab sie auf den letzten Kilometern bis ins Ziel nicht mehr ab, sondern löste sich noch um über eine Minute von dem Briten, um als einziger Läufer im Feld, der auf der schwierigen Strecke unter der Drei-Stunden-Marke blieb, den ersten Ironmansieg seiner Karriere zu feiern. Graves verteidigte den zweiten Rang souverän, Nick Baldwin wurde Dritter.

Das Rennen der Frauen entschied die US-Amerikanerin Darbi Roberts for Jeanne Collonge für sich. Auch sie setzte dabei vor allem auf das Laufen: Indem sie den Marathon in 3:14:41 Stunden 14 Minuten schneller lief als Collonge, schob sie sich kurz vor dem Ziel an der Französin vorbei in Führung und gewann das Rennen mit zweieinhalb Minuten Vorsprung. Dritte wurde die Britin Nikki Bartlett. Katharina Grohmann wurde als beste Deutsche Vierte, die Agegrouperin Rebecca Fondermann Siebte des Frauenfeldes. Diana Riesler, die lange auf Kurs eines Podestplatzes lief, stieg wenige Kilometer vor dem Ziel aus.