Hanson gewinnt, Herlbauer und Schildknecht Zweite

Fünf Männer haben beim Ironman Texas die Acht-Stunden-Marke geknackt. Ronnie Schildknecht und Michaela Herlbauer wurden Zweite.

Von > | 24. April 2017 | Aus: SZENE

Matt Hanson gewann das Rennen in Texas bereits im Jahr 2015

Matt Hanson gewann das Rennen in Texas bereits im Jahr 2015

Foto >matthansontri.com

In Abwesenheit des Vorjahressiegers Patrick Lange hat Matt Hanson (USA) wieder zugeschlagen: Wie schon im Jahr 2015 hat sich der Amerikaner bei den nordamerikanischen Ironman-Meisterschaften in Texas den Sieg gesichert und damit seinen Direktflug zum Ironman Hawaii gebucht. Ronnie Schildknecht war in Texas in jeder Disziplin nah am Sieger dran - aber eben doch immer einen Tick langsamer, weshalb es für den Schweizer am Ende "nur" zu Silber reichte.

Starykowicz rast wieder

Den deutlichsten Unterschied zwischen dem Sieger und dem späteren Zweitplatzierten gab es im Wasser: Fast zwei Minuten machte Hanson da auf Schildknecht gut, wobei auch der US-Amerikaner selbst in der Auftaktdisziplin etwas mehr als zwei Minuten auf eine Spitzengruppe um den Deutschen Marc Duelsen verlor. Auf dem Rad sorgte dann einmal mehr der US-Amerikaner Andrew Starykowicz für Furore, indem er den Kurs in 4:01:14 Stunden absolvierte. Beim Laufen hatte Starykowicz, der auf dem Rad häufig für Bestmarken sorgt, beim Laufen danach aber einbricht, anschließend aber erneut keine Chance. Er lief den Marathon etwa drei Minuten schneller, als er zuvor für die 180 Radkilometer gebraucht hatte, und erreichte den 25. Gesamtrang.

Matt Hanson, der sich zusammen mit Kirill Kotsegarov (EST) an der Spitze des Verfolgerfeldes gehalten hatte, drehte das Rennen beim Marathonlauf zu seinen Gunsten und sicherte sich mit einem schnellen Lauf über 2:42:07 Stunden den Sieg, für den er insgesamt 7:52:44 Stunden benötigte. Weniger als vier Minuten dahinter rannte Ronnie Schildknecht, der auf dem Rad nur 50 Sekunden langsamer gefahren war als Hanson, wenige Kilometer vor dem Ziel am Bermudaner Tyler Butterfield vorbei auf den zweiten Platz. Auch die Viert- und Fünftplatzierten Will Clarke (GBR) und Kirill Kotsegarov knackten in Texas die Acht-Stunden-Marke. Der Deutsche Marc Duelsen sorgte in 8:07:25 Stunden zwar ebenfalls für eine schnelle Gesamtzeit, im starken texanischen Feld reichte das an diesem Tag aber nur zum zehnten Rang.

Name

Country

Total

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Matt Hanson

USA

7:52:44

0:51:46

4:13:53

2:42:07

2

Ronnie Schildknecht

SUI

7:56:21

0:53:34

4:14:40

2:43:28

3

Tyler Butterfield

BER

7:58:29

0:49:08

4:15:20

2:49:00

4

Will Clarke

GBR

7:59:02

0:49:16

4:22:30

2:42:01

5

Kirill Kotsegarov

EST

7:59:32

0:54:56

4:11:16

2:48:00

6

Matthew Russell

USA

8:01:35

0:54:49

4:13:43

2:47:57

7

Leon Griffin

AUS

8:04:04

0:49:18

4:19:25

2:49:16

8

David Plese

SLO

8:05:08

0:55:14

4:13:29

2:51:05

9

Callum Millward

NZL

8:07:13

0:49:35

4:18:56

2:53:24

10

Marc Duelsen

GER

8:07:25

0:49:32

4:22:04

2:50:16

Swipe me

Herlbauer blüht im Marathon auf

Das Rennen der Frauen begann mit einem Ausrufezeichen von Lauren Brandon: Die US-Amerikanerin schwamm schneller als die Männer, stieg als erste auf ihr Rad und nach 180 Kilometern auch als erste Frau wieder davon ab. Beim Laufen allerdings konnte die US-Amerikanerin nicht mehr gegenhalten und wurde auf den sechsten Rang zurückgeworfen.

Den Sieg sicherte sich eine andere US-Amerikanerin: Jodie Robertson, die im Wasser fast 14 Minuten auf Brandon verloren hatte, holte auf dem Rad zehn Minuten davon wieder auf und legte in 3:03:41 Stunden einen schnellen Marathon nach, der ihr nach ihrer starken Radperformance zum Sieg reichte. Eine andere lief aber sogar noch etwas schneller: Die Österreicherin Michaela Herlbauer schob sich mit dem schnellsten Marathonlauf der Spitzendamen (3:02:27 Stunden) bis auf den Silberrang vor Faris Al Sultans Schützling Maja Stage-Nielsen und unterbot dabei sogar knapp die Neun-Stunden-Marke.

Name

Country

Total

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Jodie Robertson

USA

8:56:32

1:02:31

4:43:45

3:03:41

2

Michaela Herlbauer,

AUT

8:59:31

0:57:57

4:53:47

3:02:27

3

Maja Stage-Nilsen,

DEN

9:01:00

1:01:02

4:47:31

3:07:45

4

Alicia Kaye

USA

9:04:40

0:52:52

4:55:34

3:11:00

5

Tine Deckers

BEL

9:06:08

1:00:35

4:47:55

3:12:24

6

Lauren Brandon

USA

9:06:25

0:48:52

4:53:03

3:19:25

7

Kelly Williamson

USA

9:11:19

0:55:41

5:13:40

2:56:30

8

Malindi Elmore

CAN

9:11:34

1:07:54

4:59:15

2:59:10

9

Leslie Miller

USA

9:13:22

0:59:25

5:01:34

3:07:08

10

Caroline Livesey

GBR

9:18:33

1:01:21

4:52:21

3:19:12

Swipe me