Michael Raelert zurück in der Erfolgsspur

Es hat mittlerweile fast schon Tradition, dass Michael Raelerts Wettkampfsaison in den europäischen Herbst und Winter verlagert ist. Auch 2016 zwang ihn eine Krankheit während des Sommers zu dieser ungewöhnlichen Periodisierung. Nun kommt der Rostocker aber immer besser in Tritt: Beim Laguna Phuket Triathlon gewann er mit starker Laufleistung.

Von > | 21. November 2016 | Aus: SZENE

Michael Raelert gewann den Laguna Phuket Triathlon bereits 2015

Michael Raelert gewann den Laguna Phuket Triathlon bereits 2015

Foto >Laguna Phuket Triathlon

Die Distanzen über 1,8 Kilometer Schwimmen, 50 Kilometer Radfahren und 12 Kilometer Laufen sind ungewöhnlich - und ebenso Michael Raelerts Periodisierung, scheint der Rostocker Jahr für Jahr doch eher im europäischen Herbst und Winter zu Bestform aufzublühen, statt, wie seine Triathlonkollegen, während der europäischen Hauptsaison. Doch in den letzten Jahren spielte schlichtweg Raelerts Körper nicht so mit, wie er das gerne gewollt hätte: In diesem Jahr war es ein Wiederaufflammen des Pfeifferschen Drüsenfiebers, das den 36-Jährigen zu einer mehrwöchigen Pause zwang und seine Saison vorzeitig beendete. Mittlerweile aber ist Raelert wieder zurück im Training. Und das scheint anzuschlagen. Denn nachdem bei seinen jüngsten Rennen über die klassische Mitteldistanz das alte Können bereits aufblitzte, der raelertsche Rennmotor aber auch noch etwas eingerostet schien, präsentierte sich der Deutsche über die verlängerte olympische Distanz im Rahmen des Laguna Phuket Triathlon in exzellenter Verfassung: Beim Schwimmen zusammen mit Anthony Costes (FRA) und einigen weiteren Konkurrenten an der Spitze des Feldes aus dem Wasser gestiegen, setzten der Franzose und Raelert in der zweiten Disziplin auf Attacke: Um rund vier Minuten löste sich Raelert auf dem Rad von seinen Verfolgern, Costes fuhr noch einmal rund 30 Sekunden schneller als der 36-Jährige.

Der Deutsche hatte allerdings die deutlich besseren Laufbeine und schob sich in 42:39 Minuten - nur der Brite Ritchie Nicholls (4. Platz) lief noch ein paar Sekunden schneller - binnen der zwölf abschließenden Kilometer an Costes vorbei an die Spitze. Dritter wurde der Australier Brad Kahlefeldt. Das Rennen der Frauen gewann Amelia Rose Watkinson (NZL) vor Emma Pallant und Radka Vodickova. "Ich bin unheimlich froh, dass mir der erneute Erfolg hier gelungen ist", sagte Michael Raelert, der das Rennen bereits im vergangenen Jahr gewonnen hatte und nach dem Sieg gleich in Thailand bleiben möchte. Für das kommende Wochenende plant er nämlich mit einem Start beim Ironman 70.3 in Phuket, am 10. Dezember will er beim Ironman 70.3 Bahrain starten.