Möller gewinnt Ironman Kalmar, Raelert fliegt nach Hawaii

Andreas Raelert und Kristin Möller haben bei den Ironman-Rennen in Kopenhagen und Kalmar auf den letzten Drücker noch ihre Ticket zum Ironman Hawaii gelöst. Raelert reichte dafür beim Sieg des Schweden Patrik Nilsson der siebte Platz, Möller feierte in Schweden gar ihren vierten Ironman-Sieg.

Von > | 21. August 2016 | Aus: SZENE

Kristin Möller | Kristin Möller gewinnt den Ironman Kalmar

Kristin Möller gewinnt den Ironman Kalmar

Foto >Charlie Crowhurst / Getty Images for Ironman

Mit über 16 Minuten Rückstand auf die Spitze vom Rad zu steigen, kann einem in einem Ironman, in dem man um seine letzte Chance auf den Ironman Hawaii kämpft, schon einmal das Genick brechen. Doch nicht, wenn man Kristin Möller heißt, aus der Leichtathletik stammt und läuferisch in Triathlonrennen regelmäßig sogar die Männer das Fürchten lehrt. Nachdem die 32-Jährige beim Ironmanrennen im schwedischen Kalmar im Wasser zunächst rund fünf, auf dem Rad dann elf weitere Minuten auf ihre Landsfrau Carolin Lehrieder verloren hatte, drehte Möller beim abschließenden Marathonlauf wieder einmal richtig auf: In 2:55:09 Stunden lief die Erlangerin über 15 Minuten schneller als jede andere Frau im Feld - und hätte auf dem Weg zum vierten Ironmansieg ihrer Karriere letztlich sogar noch etwas Tempo herausnehmen können. Denn im Ziel musste Möller noch rund sieben Minuten lang warten, ehe in der Tschechin Lucie Zelenkova die Zweitplatzierte das Rennen beendete. Weitere drei Minuten später glückte es der Deutschen Lehrieder, nach ihrem beherzten Ritt an der Spitze den dritten Rang zu verteidigen. Nur eine fuhr schneller als Lehrieder: Die Agegrouperin Georgina Gadient aus der Schweiz war auf den 180 Radkilometer in 4:52:09 Stunden sogar noch neun Minuten schneller unterwegs als Lehrieder und beendete das Rennen 30 Sekunden hinter der Deutschen als Vierte.

Raelert muss deutlich zurückstecken

Siegerin Kristin Möller hat damit kurz vor Listenschluss doch noch ihren Start beim Ironman Hawaii in diesem Jahr abgesichert - wie einen Tag später auch Andreas Raelert beim Ironman Kopenhagen. Der Deutsche brauchte dafür in Dänemark aber keinen Sieg, sondern lediglich ein solides Finish. Das glückte Raelert mit Rang sieben. Den Sieg sicherte sich in Dänemark ein einsamer Schwede: Patrik Nilsson stieg in Kopenhagen zunächst mit der Spitze aus dem Wasser, um sich auf dem Rad gemeinsam mit Andreas Raelert und Fabio Carvalho (BRA) abzusetzen. Beim Laufen versuchte Raelert dann gar nicht erst, mit dem Schweden mitzurennen, der den Marathon in starken 2:43:14 Stunden lief und das Rennen so in herausragenden 7:49:18 Stunden gewann, sondern besann sich auf sich selbst. Rund 25 Kilometer lang bedeutete das den zweiten Rang für Raelert, dann aber hatte Will Clarke (GBR) seinen zehnminütigen Rückstand vom Radfahren wieder wettgemacht und überholte Raelert, um in 7:59:31 Stunden Zweiter zu werden. Und auch Carvalho schob sich wieder am Deutschen vorbei. Der hatte von da an offenbar zu kämpfen: Auf den letzten 14 Kilometern verlor der Rostocker deutlich an Tempo und beendete den Wettkampf nach 8:29:39 als Siebter, was aber reicht, um im Oktober auf Hawaii starten zu dürfen. Horst Reichel hatte das Rennen nach etwas mehr als der Hälfte der Radstrecke aufgegeben.