Murray und Mola wollen Gómez bremsen

In Gold Coast geht es am Samstag in die zweite Runde der World Triathlon Series. Javier Gómez will den nächsten Schritt zum Titel tun.

Von > | 6. April 2017 | Aus: SZENE

Foto >Delly Carr / triathlon.org

Die erste Runde in der World Triathlon Series 2017 ging an Javier Gómez: In Abu Dhabi hat der Galizier Anfang März dominiert und einen ungefährdeten Sieg vor Thomas Bishop (GBR) eingestrichen. Seine voraussichtlich ärgsten Rivalen um den Weltmeistertitel, Superleague-Sieger Richard Murray (RSA) und der amtierende Weltmeister Mario Mola (ESP), erlebten einen durchwachsenen Auftakt und können als Fünfter und Achter mit ihrer Punkte-Ausbeute kaum zufrieden sein. Höchste Zeit für das Duo, es an der australischen Gold Coast besser zu machen.

Murray mit Vergangenheitsbewältigung

Dabei kommt es Mola und vor allem Murray entgegen, dass das Rennen an der Gold Coast in diesem Jahr nur über die Sprintdistanz ausgetragen wird: Während Javier Gómez auf der kurzen Laufstrecke meist Probleme hat, hat Murray erst bei den stark laktatlastigen Rennen der Superleague Mitte März nachgewiesen, dass High-Speed genau sein Ding ist. Zumindest, wenn er dabei denn nicht die Kontrolle verliert - das war Murray nämlich vor einem Jahr in diesem Rennen auf dem Rad passiert. Der Südafrikaner stürzte und brach sich das Schlüsselbein.

Diesmal will Murray etwas mehr Vorsicht walten lassen und seinen ersten Rennblock dieser Saison möglichst mit einem Sieg beschließen, um im Kampf um die WM-Krone ins Rennen zurückzukehren. Außer Mola und Gómez muss er dafür aber unter anderem den Spanier Fernando Alarza, Henri Schoeman (RSA), Ryan Bailie und Jacob Birtwhistle (beide AUS) hinter sich lassen. Auch der Schweizer Andrea Salvisberg hat für den Wettkampf gemeldet und kann sich Hoffnungen auf eine Top-Ten-Platzierung machen. Als einziger Deutscher geht Jonas Schomburg ins Rennen - das allerdings unter neutraler ITU-Flagge, da der Niedersachse nach einem Verbandswechsel erst ab Herbst wieder für Deutschland an den Start gehen darf.

Offenes Rennen

Bei den Frauen kommt es zu einem erneuten Aufeinandertreffen von Andrea Hewitt (NZL) und Jodie Stimpson (GBR), die sich beim ersten Serienrennen in Abu Dhabi einen packenden Zielsprint um den Sieg geliefert hatten - mit glücklicherem Ende für Hewitt. Klar, dass beide auch beim zweiten WM-Serienrennen über die dann nur halbe Distanz wieder zu den großen Favoriten zählen. Die Konkurrenz brennt aber ebenfalls auf Erfolgserlebnisse in der World Triathlon Series: Katie Zaferes (USA) beispielsweise konnte mit ihrem siebten Platz beim WM-Auftakt kaum zufrieden sein und zeigte am vergangenen Wochenende mit einem Sieg in einem gut besetzten Weltcuprennen in Neuseeland, dass sie in brauchbarer Form ist. Die 24-jährige Kanadierin Joanna Brown blieb der Amerikanerin dort allerdings bis zum Schluss dicht auf den Fersen und will nun auch in der WM-Serie durchstarten.

Auch die Niederländerin Rachel Klamer, die Australierinnen Charlotte McShane, Ashleigh Gentle und Emma Jackson sowie die übrige US-Armada aus Sarah True, Summer Cook, Kirsten Kasper und Renee Tomlin sind mögliche Podestkandidatinnen. Aus Österreich geht außerdem die Achte vom WM-Auftaktrennen, Lisa Perterer, an den Start. Deutsche Athletinnen werden in Australien nicht ins Rennen gehen.