Potts gewinnt Siebenkampf um den Sieg

Das Ironman-70.3-Rennen in Kalifornien bot einen Wettkampf der besonderen Art: Auf der Laufstrecke lagen alle sieben Favoriten nur wenige Sekunden auseinander und der Halbmarathon wurde zum Ausscheidungsrennen. Am Ende triumphierte der Amerikaner Andy Potts.

Von > | 11. Juli 2016 | Aus: SZENE

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Foto >Silke Insel / spomedis

Bereits vor dem Startschuss war klar, dass es ein enges Rennen um den Sieg werden könnte. Gleich sieben Athleten, die erfagrungsgemäß um den Gesamtsieg mitmischen könnten, waren gemeldet. Was auf dem Papier erwartet wurde, bewahrheitete sich auch am Renntag: Der Ironman 70.3 Vineman entwickelte sich zum Siebenkampf. Schon nach der ersten Disziplin kamen Jake Montgomery, Sam Appleton, Tim Reed (alle AUS), Terenzo Bozzone (NZL), Craig Alexander (AUS), Andy Potts und Ben Hoffman (beide USA) gemeinsam in die erste Wechselzone und nahmen zusammen die Radstrecke in Angriff.

Auch auf dem Radkurs bestritten fast alle Top-Athleten die 90 Kilometer gemeinsam. Nur einer fasste sich ein Herz – Terenzo Bozzone riskierte zwischenzeitlich einen Ausreißversuch und kam mit 1:25 Minuten Vorsprung vor der sechsköpfigen Favoritengruppe in die zweite Wechselzone. Doch schnell wurde klar, dass der Neuseeländer auf dem Rad wohl etwas zu viele Körner gelassen hatte. Nachdem die Konkurrenten gemeinsam auf den abschließenden Halbmarathon gingen und den Wettlauf um den Sieg starteten, fiel Bozzone schnell von der Führungsposition zurück. Sofort war klar: Der schnellste Halbmarathon würde den Tagessieg bringen. Diese schnellsten Laufbeine bewies letztendlich der US-Amerikaner Andy Potts. Mit einem Lauf über 1:12:14 Stunden konnte er seine sechs Konkurrenten hinter sich lassen und gewann nach 3:48:09 Stunden mit nur 37 Sekunden Vorsprung. Auf Rang zwei landete der Australier Tim Reed, dicht gefolgt von Landsmann Craig Alexander. Die Plätze vier bis sieben belegten Sam Appleton, Terenzo Bozzone, Ben Hoffman und Jake Montgomery. 

Lawrence dominiert Frauenfeld

Im Profifeld der Frauen ging es deutlich weniger spannend zur Sache. Denn Holly Lawrence aus Großbritannien ließ nichts anbrennen und gewann das Rennen mit satten acht Minuten Vorsprung. Mit der schnellsten Rad- und Laufzeit des Tages demonstrierte die Britin, dass sie in herausragender Form ist. Nach 4:09:40 Stunden überquerte sie mit einer sehr schnellen Endzeit die Ziellinie. Auf Rang zwei folgte die Schweizerin Caroline Steffen, die sich mit fünf Minuten Vorsprung gegen die US-Amerikanerin Lauren Brandon durchsetzen konnte.