Raelert-Brüder sagen Starts in Frankfurt und Nizza ab

Schwierige Tage im Hause Raelert: Binnen weniger Tage hat erst Michael, nun auch Andreas Raelert sein erstes geplantes Saisonhighlight aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Ihre Kona-Träume wollen die Brüder trotzdem noch nicht aufgeben.

Von > | 1. Juni 2016 | Aus: SZENE

Andreas Raelert | Nach seinem 2. Platz beim Ironman 2015 muss Andreas Raelert seinen Saisonstart 2016 verschieben.

Nach seinem 2. Platz beim Ironman 2015 muss Andreas Raelert seinen Saisonstart 2016 verschieben.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Erst Ende der vergangenen Woche cancelte Michael seinen Start beim Ironman France in Nizza, der an diesem Wochenende stattfinden wird. Grund dafür war ein Wiederaufflammen des Epstein-Barr-Virus (EBV) nach dem Ironman 70.3 Texas, an dem Michael schon vor einigen Jahren erkrankt war. Eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus äußert sich häufig in Form des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Nach einer erstmaligen Infektion mit dem Virus bleibt er ein Leben lang im Körper. Beispielsweise in besonders stressigen Phasen besteht die Gefahr, dass die Krankheit - üblicherweise abgeschwächt - wieder ausbrechen kann. "Nach einer medizinischen Untersuchung ist der Befund eindeutig. Michael muss sich in den nächsten Tagen schonen, um wieder komplett gesund und fit werden zu können. Das ist sehr frustrierend, aber wir müssen das akzeptieren", teilten die Raelert-Brüder mit.

Stressfraktur im Oberschenkel

Wenige Tage nach seinem jüngeren Brüder muss nun auch Andreas Raelert umplanen: Schmerzen in der Hüfte, mit denen der 39-Jährige seit einigen Wochen kämpft und hinter denen er muskuläre Probleme vermutete, weshalb Raelert die Trainingsumfänge reduzierte und vermehrt mit dem Physiotherapeuten arbeitete, stellten sich in einer MRT-Untersuchung als Stressfraktur im linken Oberschenkel heraus. Auch der ältere Raelert-Bruder wird daher von einem Start bei seinem ersten Saisonhighlight, dem Ironman in Frankfurt, absehen müssen - zeigt sich aber trotzig, was seine Hawaii-Pläne angeht. "Mein Traum von der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii 2016 ist noch nicht ausgeträumt und meine Motivation ist trotz der zeitlich ungünstigen Diagnose ungebrochen. Ich bin sicher, dass sich Micha schnell wieder erholt und dass auch ich meine eigene Zielstellung noch erfüllen kann", teilte Andreas Raelert mit.