Raelert setzt US-Tour in Texas fort

Bei seinem Wiedereinstieg in das Renngeschehen verpasste Michael Raelert beim Ironman 70.3 Miami knapp das Podium. Die Leistung stimmte ihn aber vorsichtig zuversichtlich. In Austin soll es nun eine Woche später mit einer weiteren Top-Platzierung klappen.

Von > | 27. Oktober 2016 | Aus: SZENE

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Hinter Michael Raelerts Leistungsvermögen stand im Vorfeld des Ironman 70.3 Miami ein großes Fragezeichen. Monatelang war der Rostocker aufgrund eines Wiederaufflammen des Epstein-Barr-Virus außer Gefecht gesetzt. Seine Leistung in Florida konnte ihn dann aber zuversichtlich stimmen: Ein konstanter Auftritt in allen Disziplinen bescherte dem 36-Jährigen den vierten Platz bei dem Rennen, das er in den beiden Vorjahren für sich entscheiden konnte. Auf dem Rad verlor Raelert einen Teil seiner Verpflegung und ging das Wahnsinnstempo des Neuseeländers Terenzo Bozzone nicht mit, der nach einer Radzeit von 1:57 nichts mehr anbrennen ließ und das Rennen gewann. Raelert benötigte für den schnellen Radkurs 2:03 Stunden und ließ im Anschluss noch einen soliden Halbmarathon in 1:13:56 Stunden folgen. Alles Leistungen, die den Rostocker zufrieden stimmten. Sogar so zufrieden, dass der zweimalige Ironman-70.3-Weltmeister seine US-Tour am kommenden Sonntag in Texas beim Ironman 70.3 Austin fortsetzt.

Die Chancen auf eine Podestplatzierung stehen gut, sogar ein Sieg ist nicht ausgeschlossen. Mit ähnlichen Leistungen wie in Miami muss sich der Rostocker in keinem Fall vor seinen Konkurrenten verstecken. Was nicht heißen soll, dass Raelert etwas geschenkt würde: Die Favoritenrolle im Kampf um den Sieg hat Sam Appleton. Der Australier ist Titelverteidiger, wurde bei der diesjährigen Ironman-70.3-WM in Mooloolaba Fünfter und überzeugte dort in allen Disziplinen. Erwischt er einen ähnlich guten Tag, wird er nur schwer zu schlagen sein. Auch Landsmann Joe Gambles ist hoch einzuschätzen und und ein Kandidat für das Podium. Mit den US-Amerikanern Ben Collins und Matt Hanson gibt es zwei weitere Athleten, die im Normalfall ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitzusprechen haben. Taylor Reid (CAN), Guy Crawford (NZL) und Rodolphe Von Berg (USA) runden das starke Profifeld ab. 

Ausgeglichenes Frauenfeld

Auch im Profifeld der Frauen scheint das Rennen offen. Zu den Favoritinnen auf den Sieg gehören jedoch die Südafrikanerin Jeanni Seymour und die drei US-Amerikanerinnen Kelly Williamson, Amanda Stevens und Alicia Kaye. Mit Melanie McQuaid (CAN), Kate Bevilaqua (AUS) und Jennifer Spieldenner (USA) gibt es drei weitere Kandidatinnen, die es weit nach vorne schaffen können.