Raelert siegt auch am Chiemsee

Michael Raelert ist rechtzeitig für den Ironman Frankfurt in Form. Eine Woche nach seinem Triumph bei den 70.3-Europameisterschaften hat der Norddeutsche die Konkurrenz auch am Chiemsee ausgestochen.

Von > | 26. Juni 2017 | Aus: SZENE

Michael Raelert gewinnt den Chiemsee-Triathlon

Michael Raelert gewinnt den Chiemsee-Triathlon

Foto >Marc Sjoeberg / www.ingokutsche.de

Positiver hätte sein Formtest kaum ausfallen können: Bei regnerischem Wetter am Chiemsee hat Michael Raelert den starken Eindruck von seinem Sieg bei den Ironman-70.3-Europameisterschaften am zurckliegenden Wochenende eindrucksvoll bestätigt, indem er das Rennen vom Start weg dominierte. Schon beim zwei Kilometer langen Schwimmen löste sich der derzeit in Hamburg ansässige Rostocker um mehr als eine Minute von den Verfolgern um Vorjahressieger Thomas Steger (AUT) und Markus Fachbach - und auch danach ließ Raelert nicht locker.

Auf der nassen Fahrbahn bewies der 36-Jährige anschließend vielmehr eine feine Fahrtechnik und gutes Risikomanagement. Denn während die Konkurrenten um den guten Radfahrer Steger auf den 82 profilierten Kilometern etwas herausnehmen, vergrößerte Raelert sein Polster nach hinten weiter. Mit einer Fahrt über 1:58:53 Stunden legte er drei weitere Minuten zwischen sich und den zweitschnellsten Radfahrer Steger, der den zweiten Wechsel somit viereinhalb Minuten hinter Raelert erreichte. Von da an blieben dem Österreicher zwar noch vier jeweils fünf Kilometer lange Laufrunden, um den Norddeutschen wieder einzufangen, doch auch in er Abschlussdisziplin blieb Raelert souverän. Der Rostocker konnte es sich nun sogar leisten, zwei Wochen vor  dem Ironman Frankfurt einen Gang zurückzuschalten und gewann den Wettkampf rund eine Minute vor Steger, der mit einem 20-Kilometer-Lauf über 1:09:11 Stunden eine gute läuferische Verfassung nachwies und die beste Zeit des Tages einlief. Dritter wurde Markus Fachbach vor Markus Liebelt.

Sämmler überragt auf dem Rad

Sogar noch etwas dominanter als Raelert auf Männerseite präsentierte sich Daniela Sämmler im Rennen der Profi-Frauen. Zwar stieg Sämmler zunächst noch mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf die schnellsten Frauen aus dem Wasser - danach trumpfte die Hessin aber umso stärker auf. In 2:13:11 Stunden fuhr die 28-Jährige vier Minuten schneller als die zweitschnellste Konkurrentin Jenny Schulz, die zuvor allerdings fast fünf Minuten langsamer geschwommen war als Sämmler. So startete diese mit einem satten Polster auf den abschließenden 20-Kilometer-Lauf und ließ dort nichts mehr anbrennen. In 4:10:49 Stunden gewann sie mit fünf Minuten Vorsprung vor Jenny Schulz, die mit der Tagesbestzeit beim Laufen und dem zweiten Rang allerdings sehr zufrieden zeigte. Laura Zimmermann, die zusammen mit Schulz auf die Laufstrecke gestartet war, wurde zweieinhalb Minuten hinter der Zweitplatzierten Dritte.

Chiemsee-Triathlon 2017 | Männer

Name

Nation

Gesamt

2 km Swim

82 km Bike

20 km Run

1

Michael Raelert

GER

3:39:44

25:14

1:58:53

1:13:08

2

Thomas Steger

AUT

3:40:47

26:34

2:01:55

1:09:11

3

Markus Fachbach

GER

3:45:50

26:34

2:02:56

1:14:12

4

Markus Liebelt

GER

3:46:43

26:35

2:04:30

1:12:42

5

Andreas Giglmayr

AUT

3:48:26

26:34

2:03:56

1:14:09

6

Daniel Mehring

GER

3:53:00

30:08

2:05:59

1:13:43

7

Julian Erhardt

GER

3:54:24

26:35

2:07:11

1:17:39

8

Niclas Bock

GER

3:56:31

30:06

2:06:23

1:16:50

9

Daniel Rennersteder

GER

3:57:34

30:30

2:11:12

1:12:26

10

Maximilian Kirmeier

GER

3:57:48

30:06

2:06:42

1:18:05

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Chiemsee-Triathlon 2017 | Frauen

Name

Nation

Gesamt

2 km Swim

82 km Bike

20 km Run

1

Daniela Sämmler

GER

4:10:49

31:47

2:13:11

1:22:53

2

Jenny Schulz

GER

4:15:51

36:34

2:17:22

1:18:34

3

Laura Zimmermann

GER

4:18:17

35:52

2:18:06

1:21:16

4

Simone Fürnkranz

AUT

4:20:52

37:00

2:20:37

1:20:02

5

Tamara Hitz

GER

4:21:23

30:23

2:23:57

1:24:10

6

Ricarda Lisk

GER

4:24:02

30:32

2:28:37

1:21:52

7

Katrin Esefeld

GER

4:24:52

36:04

2:19:31

1:25:55

8

Beatrice Weiß

AUT

4:26:04

30:22

2:23:21

1:29:07

9

Delphine Halberstadt

GER

4:31:49

31:50

2:37:00

1:19:57

10

Henrike Güber

GER

4:32:39

39:19

2:24:36

1:25:20

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