Raelert wird Zweiter in Thailand

Nach langer Verletzungspause zeigt die Formkurve von Michael Raelert einen stetigen Anstieg. Beim Ironman 70.3 Thailand unterlag der Rostocker nur knapp dem Ironman-70.3-Weltmeister Tim Reed und sicherte sich Silber.

Von > | 28. November 2016 | Aus: Szene

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Foto > AsiaTRI.COM/Vinnie Santana

Er hat zu alter Form zurückgefunden: Michael Raelert bewies schon in den ersten Rennen nach seiner langen Verletzung, dass er wieder um die vorderen Platzierungen mitmischen kann. Nach zwei soliden vierten Plätzen sicherte sich der Rostocker am vergangenen Wochenende über die verlängerte olympische Distanz beim Laguna Phuket Triathlon seinen ersten Sieg nach dem Wiedereinstieg. Der Versuch, an diesem Wochenende beim Ironman 70.3 Thailand den Thailand-Doppelsieg einzufahren, scheiterte jedoch knapp. Dabei präsentierte sich aber Raelert wieder in alter Stärke und verpasste den Gesamtsieg um nur 15 Sekunden.

Raelert und Reed radeln davon

Schon nach dem Schwimmen stiegen Raelert und Reed zusammen mit dem Australier Eric Watson ganz vorn aus dem Wasser. Doch auf dem Rad bahnte sich ein Zweikampf zwischen dem aktuellen Ironman-70-3-Weltmeister Tim Reed und Michael Raelert an: In 2:05 Stunden brachten beide gemeinsam die 90 Kilometer lange Radstrecke hinter sich und gingen gemeinsam auf die Laufstrecke. 

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Die komplette Radstrecke bewältigten Tim Reed und Michael Raelert gemeinsam.

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Wie schon beim Duell zwischen Sebastian Kienle und Tim Reed bei der Ironman-70.3-WM in Australien, liefen auch Reed und Raelert teilweise zusammen, bevor sich Michael Raelert auf den ersten zehn Kilometern kurz absetzte, dann jedoch von Tim Reed überholt und letztlich leicht, aber entscheidend distanziert wurde. Mit 15 Sekunden Vorsprung überquerte Tim Reed die Ziellinie als Sieger. „Wir haben uns nichts geschenkt“, sagte Michael Raelert, der zwischenzeitlich einen kleinen Schreckmoment erlebte, als er an einer Bodenwelle seine mit Powergels aufgefüllte Trinkflasche verlor. In Führung liegend stoppte Michael Raelert kurz, um die Flasche einzusammeln. „Das war eine blöde Situation, es war die einzige Flasche, die ich zu diesem Moment noch hatte. Es war unheimlich schwül, deshalb wollte ich kein Risiko eingehen. Tim hat fair reagiert und in diesem Moment nicht attackiert“, erklärte Michael Raelert hinterher. Mit Zielzeiten von 3:48:33 und 3:48:48 Stunden waren Reed und Raelert über 15 Minuten schneller als der Drittplatzierte Tim van Berkel (4:05:32 Stunden).

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Beim Laufen setzte sich Michael Raelert in den ersten zehn Kilometern etwas ab, wurde jedoch später von Tim Reed wieder eingeholt.

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Das Rennen der Frauen gewann die Neuseeländerin Amelia Watkinson (4:21:01 Std.) mit neun Minuten Vorsprung vor Dimity-Lee Duke aus Australien (4:30:05 Std.). Komplettiert wurde das Podium durch die Britin Parys Edwards, die nach 4:31:02 Stunden die Ziellinie überquerte. 

Van Lierde gewinnt Ironman Cozumel

Beim Ironman Cozumel in Mexiko zeigte Frederik Van Lierde (BEL) wieder einmal seine Klasse. Der Hawaii-Sieger von 2013 gewann nach 8:03:09 Stunden mit knappem Vorsprung vor dem US-Amerikaner Matt Russell (8:04:24 Std.). Rang drei sicherte sich Chris Leiferman (USA) in 8:09:11 Stunden.

Im Frauenfeld kamen gleich zwei der schnellsten drei Athletinnen aus Dänemark: Der Gesamtsieg ging an Michelle Vesterby, die das Rennen in 9:08:06 Stunden ins Ziel brachte. Landsfrau Camilla Pedersen landete auf Rang drei (9:14:11 Std.). Zwischen dem dänischen Duo landete nach 9:12:43 Stunden die US-Amerikanerin Lauren Brandon auf dem zweiten Platz.