Raphael, Fachbach und Steger fordern Raelert

Nur eine Woche nach seinem EM-Titelgewinn will Michael Raelert nochmal alles aus sich herausholen: Beim Chiemsee-Triathlon setzt der 36-Jährige letzte Reize vor dem Ironman Frankfurt.

Von > | 22. Juni 2017 | Aus: SZENE

Statt eines flachen Radkurses, wie hier in Dänemark, erwartet Michael Raelert am Chiemsee eine profilierte Strecke.

Statt eines flachen Radkurses, wie hier in Dänemark, erwartet Michael Raelert am Chiemsee eine profilierte Strecke.

Foto > Getty Images for Ironman

Vor einer Woche hat er auf der vergleichsweise flachen Strecke der Ironman-70.3-Europameisterschaften mit dem Titelgewinn ein Ausrufezeichen gesetzt. Nun will Michael Raelert das auch noch einmal auf einem profilierteren Kurs schaffen: Der 36-Jährige hat für den Chiemsee-Triathlon zugesagt, bei dem am Wochenende zahlreiche Profi-Triathleten über die Mitteldistanz von zwei Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Laufkilometer an den Start gehen werden. Für Raelert dürfte das Rennen die vorerst letzte intensive und lange Belastung darstellen. Denn zwei Wochen später will der in Hamburg lebende Rostocker beim Ironman in Frankfurt starten, wo er sich für den Ironman Hawaii qualifizieren könnte.

Starke deutschsprachige Konkurrenz

Die Strecke in Frankfurt ist zwar nicht direkt bergig, aber doch hügeliger als das unmittelbare Hamburger Umland - keine schlechte Idee also, dass Raelert zwei Wochen vor dem Rennen noch einmal ein paar Höhenmeter unter Wettkampfbedingungen sammelt. Am Chiemsee warten auf den 80 Radkilometern rund 1.000 davon, beim Laufen folgen rund 100 weitere. Und auch, was die Konkurrenz angeht, wird es Raelert nicht leicht gemacht werden. Markus Fachbach und Jan Raphael führen das Feld deutscher Herausforderer des neuen Ironman-70.3-Europameisters an, dazu kommt der aus Österreich stammende zweimalige Chiemsee-Sieger Thomas Steger, der seine Stärken vor allem in der zweiten Disziplin hat. Auch Julian Erhardt, Michael Rünz, Markus Liebelt, Maximilian Kirmeier und Malte Bruns haben für das Mitteldistanzrennen gemeldet. Dazu kommt außerdem Niclas Bock, der nach einer Auszeit vom aktiven Sport einen nächsten Versuch als Triathlonprofi wagt und Faris Al-Sultan als Trainer engagiert hat.

Bei den Frauen sah es so aus, als würde Daniela Sämmler als Favoritin ins Rennen gehen. Die Hessin muss sich allerdings Ricarda Lisk erwehren, der die profilierte Radstrecke als Leichtgewicht in die Karten spielen dürfte - kurzfristig hat außerdem auch Julia Gajer ihren Start angekündigt. Nachwuchsathletin Delphine Halberstadt, Jenny Schulz und Beatrice Weiss ergänzen das Feld der Mitfavoritinnen auf einen Sieg am Chiemsee.