Raphael gewinnt in Amsterdam, Brownlee in Peking

Jan Raphael hat seinen zweiten Saisonsieg auf der Langdistanz eingefahren: Nach der Challenge Regensburg hat der Hannoveraner auch das Challenge-Rennen im niederländischen Almere für sich entschieden. Parallel schnupperte der zweimalige Olympiasieger Alistair Brownlee ins draftingfreie Format herein und gewann den Beijing International Triathlon.

Von > | 12. September 2016 | Aus: SZENE

Jan Raphael | Jan Raphael gewinnt die Challenge Almere-Amsterdam 2016.

Jan Raphael gewinnt die Challenge Almere-Amsterdam 2016.

Foto >Charlie Crowhurst / Getty Images

Schon beim Schwimmen setzte Jan Raphael in den Niederladen Akzente und lief direkt hinter Christian Otto als Zweiter zu seinem Rad, um die 180 Kilometer in Angriff zu nehmen. Dort war es dann auch um seinen Begleiter aus Leipzig geschehen: In 4:18:44 Stunden fuhr Raphael an der Spitze ein einsames Rennen und wechselte mit rund 14 Minuten Vorsprung vor den schnellsten Verfolgern auf den abschließenden Marathonlauf, auf dem der Niedersachse dann nichts mehr anbrennen ließ. Im Gegenteil. Nur zwei andere Athleten liefen den letzten Part überhaupt noch etwas schneller als Raphaels 2:52:25 Stunden, was dem 36-Jährigen knapp einen Monat nach dem Sieg in Regensburg Mitte August seinen nächsten Langdistanz-Sieg bescherte. Auf dem zweiten Rang landete rund elf Minuten hinter Raphael Dirk Wijnalda (NED) vor dem ehemaligen DTU-Bundestrainer Marek Jaskolka (POL). Das Frauenrennen gewann in einer knappen Entscheidung beim Marathonlauf die Französin Camille Deligny zweieinhalb Minuten vor der Niederländerin Mirjam Weerd. Dritte wurde die Tschechin Simona Krivankova.

Brownlee ungefährdet, Lawrence kopfstark

Von konkreten Langdistanzplänen hat der zweimalige Olympiasieger Alistair Brownlee zwar noch nichts verlauten lassen - in China hat er sich am Wochenende aber zumindest schon im draftingfreien Format bewiesen: Über die olympische Distanz des Beijing International Triathlon fuhr Brownlee nach einem guten Schwimmen auf dem Rad zusammen mit Cameron Dye (USA) der Konkrurenz um den Australier Josh Amberger davon und konnte es beim Laufen anschließend sogar sehr ruhig angehen lassen, ohne, dass sein Sieg in Gefahr geriet: Mit rund 80 Sekunden Vorsprung gewann der Brite das Rennen vor Joe Maloy (AUS) und Cameron Dye. Die Frauenwertung entschied in einem packenden Finale die neue Ironman-70.3-Weltmeisterin Holly Lawrence (GBR) für sich: Nachdem sie sich beim Schwimmen zunächst um rund eine Minute von Ashleigh Gentle (AUS) und Barbara Riveros Diaz (CHI) gelöst hatte und dieses Polster auf dem Rad noch etwas ausbauen konnte, legten die ITU-Kurzdistanzlerinnen beim Laufen richtig los und flogen mit großen Schritten an Lawrence heran. Am Ende hatte die Britin aber den längeren Atem und sicherte sich den Sieg sieben Sekunden vor Gentle und neun Sekunden vor Riveros Diaz, die Dritte wurde.