Raphael peilt erneuten Erfolg in Regensburg an

Auf neuem Kurs will Jan Raphael am Wochenende zum zweiten Mal die Challenge Regensburg für sich entscheiden. Seine Konkurrenz kommt vor allem aus dem eigenen Land.

Von > | 9. August 2017 | Aus: SZENE

Jan Raphael bei der Challenge Regensburg 2016.

Jan Raphael bei der Challenge Regensburg 2016.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Vielen hatte die selektive Radstrecke der Challenge Regensburg 2016 außerordentlich gut gefallen - anderen offenbar überhaupt nicht. Das Regensburger Organisationsteam jedenfalls hatte aus einer Athletenbefragung im vergangenen Jahr den Schluss gezogen, den Kurs von zwei selektiven auf drei schnelle Radrunden zu verändern. Um der auf den flachen Kursen drohenden Drafting-Problematik entgegenzuwirken, wurde die Starterzahl, die im Vorjahr inklusive Staffeln bei rund 1.100 Triathleten gelegen hatte, schon vorn vornherein öffentlichkeitswirksam auf höchstens 1.000 Startplätze begrenzt: Maximal 600 Einzelstarter, 300 Challenge-for-Two-Teams und 100 Staffeln würden bei der Anmeldung Platz finden.

Raphael will Erfolgs-Spätsommer wiederholen

Eine begrüßenswerte Initiative - auch wenn die Begrenzung in diesem Jahr, möglicherweise auch durch die Neueinführung des Ironman Hamburg, gar nicht greifen musste. Denn in der aktuellsten Starterliste auf der Homepage des Veranstalters finden sich insgesamt knapp 400 Einzelstarter, etwa 140 Zweiterteams und etwas mehr als 50 Staffeln. Wobei in dieser Startliste noch nicht alle Profi-Athleten stehen, die am Wochenende am Start erwartet werden. Der Favorit aber schon: Jan Raphael möchte an seinen Vorjahreserfolg anknüpfen, als er über einen Sieg in Regensburg neues Selbstvertrauen sammeln konnte und anschließend auch noch die Challenge Almere-Amsterdam gewann. Auch für dieses Rennen hat Raphael schon wieder zugesagt, konzentriert sich aber zunächst auf den Wettkampf in Regensburg. Klappt alles, dürften der Hannoveraner dort in diesem Jahr noch deutlich schneller unterwegs sein als im vergangenen Jahr, als er für die damals noch schwierigere Strecke 8:27:27 Stunden benötigte.

Konkurrenz bekommt er beispielsweise durch den Vorjahreszweiten Chris Fischer (DEN), der vor Jahresfrist vor allem auf der Marathonstrecke zu überzeugen wusste. Aber auch die deutsche Konkurrenz ist stark - kein Wunder, gilt das Rennen doch als Deutsche Meisterschaft. Per Bittner, Christian Brader, Julian Mutterer und der in Regensburg beheimatete Sebastian Neef werden im Event-Guide des Rennens als Herausforderer präsentiert.

Eine andere fehlt darin, hat das Rennen aber fest im Plan stehen: Diana Riesler will nach ihrem zweiten Rang beim Ironman UK und der damit verknüpften geglückten Hawaii-Qualifikation einen Sieg nachlegen. Das wäre gut für ihr Selbstvertrauen - sei aber auch generell ihrer Form zuträglich. Denn nach einem vergleichsweise ruhigen Frühjahr, was Renneinsätze angeht, will die Jenarin ihre Form nun über Wettkämpfe verbessern. Dass sie dabei auch auf Langdistanzen setzt, ist nicht ungewöhnlich, sagte sie schon einmal im Interview mit tri-mag.de. Konkurrenz bekommt sie unter anderem durch Nina Kuhn sowie die Ungarin Erika Csomor und Yvette Grice (GBR). Vorjahressiegerin Julia Viellehner war im Mai an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben.