Ryf in Rapperswil, Dreitz in Dänemark

Nicht nur im Kraichgau, auch in der Schweiz und Dänemark gehen am Wochenende hochkarätige Mitteldistanzrennen über die Bühne. In Rapperswil-Jona peilt Daniela Ryf ihren vierten Sieg in Serie an, in Herning will Andreas Dreitz den EM-Titel erkämpfen.

Von > | 8. Juni 2017 | Aus: SZENE

Andreas Dreitz

Andreas Dreitz

Foto >Simon Müller / spomedis

Nach dem dritten Rang bei der Challenge Gran Canaria will Daniela Ryf zurück auf das oberste Podest-Treppchen - und welches Rennen böte sich für die Schweizerin da besser an als ihr Heimwettkampf? Den Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona hat Ryf zuletzt dreimal hintereinander für sich entschieden und sich damit bereits zur Rekordsiegerin des Rennens gekrönt. In diesem Jahr will die 30-Jährige den vierten Sieg nachlegen und reist aus dem gerade erst in St. Moritz begonnen und auf drei Monate angesetzten Höhentraining an den nur etwa zwei Autostunden entfernten Obersee.

Schweizer Athleten drängen auf Heimsiege

Konkurrenz bekommt Ryf beim Kampf um ihren vierten Sieg vor allem von Eidgenössinnen. Die gute Schwimmerin Celine Schärer, Emma Bilham und Regula Rohrbach werden ebenfalls mit großen Ambitionen ins Rennen starten und auf einen Ausrutscher der Ironman-Weltmeisterin warten. Aus Großbritannien hat außerdem Catherine Jameson, aus Österreich Bianca Steurer und aus Deutschland Lina-Kristin Schink für das Rennen gemeldet.

Die Startliste der Profi-Männer ist da schon etwas länger - aber auch hier gehen die Schweizer als Favoriten ins Rennen. Der Dritte der Ironman-70.3-WM, Ruedi Wild, hat das Rennen 2015 schon einmal für sich entschieden, muss im Kampf um seinen zweiten Streich aber Ronnie Schildknecht ausstechen, der in Rapperswil-Jona zwischen 2007 und 2009 sogar dreimal triumphierte. Jan van Berkel und Sven Riederer ergänzen das breite Aufgebot schweizer Sieganwärter. Diese bekommen allerdings auch internationale Konkurrenz. Vor allem der Südafrikaner James Cunnama sowie der Franzose Etienne Diemunsch könnten den Schweizern das Leben schwer machen. Aus Deutschland hat Marcus Herbst für den Wettkampf gemeldet, außerdem will Michael Göhner nach langer Verletzungspause seinen nächsten Schritt zurück zu alter Stärke schaffen.

Danish Dynamite im Frauenrennen um den EM-Titel

Auch in Dänemark gehen am Wochenende Profis über die Mitteldistanz an den Start - und offiziell geht es bei der Challenge Herning sogar um die Europameistertitel der Europäischen Triathlon Union. Geht man nach der quantitativ skandinavisch dominierten Profi-Startliste, genießen diese unter den Profis allerdings offenbar nicht den höchsten Stellenwert. Zumindest ein sportliches Aushängeschild haben die Organisatoren aber gewinnen können: Skandinavien-Fan Andreas Dreitz hat für den Wettkampf in Dänemark zugesagt und geht dort als klarer Favort ins Rennen. Falls es nicht nötig werden sollte, wird der Bayreuther nur eine Woche nach der Challenge Samorin und eine Woche vor seinem geplanten Start bei der Ironman-70.3-EM aber vermutlich nicht ans Limit gehen wollen. Seine nominell stärksten Konkurrenten sind der Brite Mark Buckingham, Massimo Cigana (ITA), Bruno Pais (POR) und die Deutschen Jens Frommhold und Patrick DIrksmeier. Bei den Frauen misst sich Camilla Pedersen (DEN) unter anderem mit ihren Landsfrau Michelle Vesterby, Maja STage-Nielsen, Line Thams und mit der Britin Lucy Charles.