Sanders fährt neunten Sieg in Folge ein

Er hört einfach nicht auf: Lionel Sanders gewinnt auch sein Heimrennen in Mont-Tremblant ungefährdet und scheint aktuell das Maß der Dinge auf der Ironman-70.3-Distanz. Im Rennen der Frauen siegt die Britin Holly Lawrence mit ebenfalls deutlichem Vorsprung.

Von > | 27. Juni 2016 | Aus: SZENE

Ironman 70.3 California 2015 - 25 | Lionel Sanders beim Ironman 70.3 California 2015

Lionel Sanders beim Ironman 70.3 California 2015

Foto >Felix Rüdiger / letsmakeaplan.de

Am 26. April 2015, der Tag, an dem Lionel Sanders den Ironman 70.3 Kalifornien gewann, markierte den Startpunkt einer bemerkenswerten Serie: Seitdem konnte der Kanadier auf der Ironman-70.3-Distanz nicht mehr besiegt werden. Auch bei seinem Heimrennen präsentierte sich Sanders am Wochenende wieder in bestechender Verfassung - und seine Siegesserie hält an. Im nun bereits neunten Ironman-70.3-Rennen in Folge konnte dem Kanadier niemand das Wasser reichen. Auch in Mont-Tremblant bot sich das gewohnte Bild: 3:22 Minuten Rückstand musste Sanders nach der ersten Disziplin hinnehmen, zündete dann aber den Turbo. In beeindruckenden 2:02:29 Stunden brachte er den Radkurs hinter sich, knapp fünf Minuten schneller als sein schnellster Konkurrent, und stieg als erster vom Rad. Auch beim Laufen zeigte Sanders keine Schwäche – ganz im Gegenteil. Nach dem mit Abstand schnellsten Radsplit des Tages legte er auch noch die schnellste Laufzeit nach. „Die ersten zwölf Kilometer lief ich recht schnell an, habe mich zunächst für ein Tempo von 3:30 Minuten pro Kilometer entschieden. Als ich gesehen habe, dass die Konkurrenz das Tempo nicht mitgehen konnte, habe ich das Rennen kontrolliert zu Ende gelaufen“, berichtete Sanders unmittelbar nach dem Rennen. Nach 3:47:31 Stunden wiederholte Sanders seinen Vorjahreserfolg. Fünf Minuten nach ihm folgte Landsmann Trevor Wurtele (3:52:24 Stunden) vor Chris Leiferman (USA), der nach 3:53:25 Stunden die Ziellinie überquerte.

Bei den Frauen war der Abstand der Siegerin zu den Verfolgerinnen sogar noch deutlicher als im Elitefeld der Männer. Nach beeindruckenden 4:08:53 Stunden erreichte die Britin Holly Lawrence das Ziel vor der Kanadierin Heather Wurtele, die trotz starker Leistung neun Minuten länger brauchte als ihre Konkurrentin. Auf dem dritten Rang landete die US-Amerikannerin Lauren Barnett in 4:22:46 Stunden. 

Ironman 70.3 Coeur d'Alene 

Bei der Premiere des Ironman 70.3 Couer d’Alene hatte Routinier Andy Potts am Ende die Nase vorn. In einem schnellen Rennen verwies der US-Amerikaner nach 3:54:45 Stunden den Australier Josh Amberger und Mark Bowstead (NZL) auf die Plätze zwei und drei. Knapp das Podium verpasste der Sieger des Ironman Südafrika 2016, Ben Hoffman (USA), der keinen guten Tag beim Schwimmen und Radfahren erwischte. Nachdem Potts und Amberger zusammen aus dem Wasser kamen und sich auch auf der Radstrecke niemand absetzten konnte, wechselten die beiden zusammen mit Mark Bowstead in die Laufschuhe. Dort hatte Potts dann aber die schnellsten Beine.

Im Frauenfeld entschied Heather Jackson die erste Ausgabe des Rennens für sich. Nach 4:19:34 Stunden erreichte sie das Ziel und machte den amerikanischen Doppelsieg perfekt. Acht Minuten später überquerte Ellie Salthouse (AUS) als Zweitplatzierte die Ziellinie. Die Bronzemedaille ging an Malindi Elmore aus Kanada.