Schildknecht über Texas nach Hawaii?

Mit einem Sieg in könnte Ronnie Schildknecht am Wochenende sein Hawaii-Ticket buchen: Der Schweizer startet bei den nordamerikanischen Ironman-Meisterschaften in Texas.

Von > | 21. April 2017 | Aus: SZENE

Ronnie Schildknecht

Ronnie Schildknecht

Foto >Getty Images for Ironman

Er hatte einmal leichtfertig dahingesagt, nach dem zehnten Sieg beim Ironman Switzerland würde er aufhören. Mittlerweile steht Ronnie Schildknechts Zürich-Zähler auf Neun, dabei ist dem Schweizer eigentlich noch gar nicht nach Karriereende. So oder so will sich Schildknecht seinen zehnten Sieg in Zürich zwar noch holen - am Wochenende könnte er aber dafür sorgen, dass es nicht zwingend in diesem Jahr sein müsste: Mit einem Sieg bei den nordamerikanischen Ironman-Meisterschaften in Texas könnte der 37-Jährige sein Ticket für den Ironman Hawaii sicherstellen und die weitere Saisonplanung damit ganz ohne Zwänge gestalten. Mit einem dritten Platz beim Ironman 70.3 Oceanside vor wenigen Wochen deutete Schildknecht bereits an, dass seine Form dafür stimmt.

Überrascht erneut ein Schützling Al-Sultans?

Der Schützling von Kienle- und Böcherer-Coach Lubos Bilek ist aber nicht der einzige, der in Texas auf den Direktflug nach Hawaii schielt. Vorjahressieger Patrick Lange hat sich zwar für einen Start in Frankfurt entschieden und dem Rennen in Texas daher einen Korb gegeben - dafür könnte Will Clarke dem Schweizer Schildknecht aber Probleme bereiten. Der Brite erklärte im Vorfeld, noch vor wenigen Wochen sei er im Training gerade läuferisch in exzellenter Verfassung gewesen - in der Zwischenzeit hatte ihn aber eine Verletzung zum Pausieren gezwungen, weshalb sich Clarke speziell in der letzten Disziplin ins Ungewisse begeben wird. Auch die Amerikaner Matt Hanson, Jordan Rapp, Matthew Russell, Ex-Kurzdistanzler Jarrod Shoemaker und der Australier Paul Ambrose dürften sich aber Chancen ausrechnen - ähnlich wie Tyler Butterfield (BER), Bas Diederen (NED), Joe Skipper (GBR), Leon Griffin (AUS) und Kirill Kotsegarov (EST).

Auch bei den Frauen hat sich die Titelverteidigerin, Julia Gajer, gegen einen erneuten Start in Texas entschieden. In ihrer Abwesenheit könnte die Vorjahreszweite Jodie Robertson glänzen - es könnte aber auch ganz anders kommen. Denn in Kelly Williamson, Alicia Kaye, Lauren Brandon und Jocely McCauley stellen die US-Amerikaner ein starkes Aufgebot. Dazu kommen durch Tine Deckers (BEL), Michaela Herlbauer (AUT), Celine Schärer (SUI) und Annett Finger noch einige weitere ambitionierte Sportlerinnen. Und auch Langes Trainer Faris Al-Sultan hat in diesem Jahr erneut ein heißes Eisen im texanischen Feuer: Seine Athletin Maja Stage-Nielsen (DEN) will in den Woodlands ihren zweiten Ironman angehen. Bei ihrer Premiere auf Mallorca hatte sie im vergangenen Jahr prompt den zweiten Rang erreicht.