Sebastian Kienle souverän zum Heimsieg

Zum vierten Mal konnte Ironman-Weltmeister Sebastian Kienle das Mitteldistanz-Rennen im Kraichgau gewinnen. Markus Rolli und Marc Dülsen sprinteten auf Rang zwei und drei durchs Ziel.

Von > | 11. Juni 2017 | Aus: SZENE

Sebastian Kienle gewinnt den Ironman 70.3 Kraichgau 2017.

Sebastian Kienle gewinnt den Ironman 70.3 Kraichgau 2017.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Nur eine Woche nach seinem zweiten Platz bei der Challenge-Meisterschaft "The Championship" hat Sebastian Kienle sein Heimrennen im Kraichgau gewonnen. Beim Ironman 70.3 Kraichgau setzte er sich souverän gegen seine Kontrahenten in 3:56 Stunden durch. Hinter dem Ironman-Weltmeister lieferten sich Markus Rolli (Rang zwei) und Marc Dülsen (Platz drei) ein Sprintfinish.

Markus Rolli als Erster auf dem Rad

Pünktlich um neun Uhr fiel der Startschuss für die Profis im mit 20,1 Grad perfekt temperierten Hardtsee. Von Beginn formierte sich eine große Spitzengruppe, in der Top-Favorit Sebastian Kienle und seine Jäger Markus Fachbach, Marc Dülsen und Bas Diederen schwammen. Triathlon-Legende und erster deutscher Hawaii-Sieger Thomas Hellriegel führte die Gruppe selbstbewusst an. Der 46-Jährige hatte es auf der Pressekonferenz bereits angekündigt, dass er nicht zur "Spazierfahrt" antreten würde. Doch ganz vorn setzte ein anderer, ebenfalls in der Region verwurzelter Athlet, Akzente: Markus Rolli stieg nach 23:23 Minuten als Erster aus dem Wasser. Zwei Minuten später folgten Kienle und Co. in einer großen Gruppe.

Markus Rolli machte auf der Radstrecke deutlich, dass er heute Großes Vorhabe und die Führung nicht leichtfertig an Sebastian Kienle übergeben wolle. Doch Kienle drückte erwartungsgemäß aufs Gaspedal und nutze seine Streckenkenntnisse durchs Land der "Tausend Hügel" für rasante Abfahrten und kraftvolle Anstiege. Schnell schloss er die Lücke zum Führenden Markus Rolli und vergrößerte danach den Abstand zu seinen Verfolgern. Auf über zehn Minuten war der Rückstand auf Platz zwei angestiegen, als Sebastian Kienle sein Zeitfahrrad in die zweite Wechselzone schob. Markus Rolli folgte ihm auf Rang zwei liegend, gefolgt von Marc Dülsen. Auch Thomas Hellriegel war noch vorn dabei, musste allerdings auf der Laufstrecke wegen einer Verletzung das Rennen vorzeitig aufgeben.

Bei über 30 Grad in der Mittagshitze konnte Sebastian Kienle das Rennen – wenn man das bei solchen Temperaturen überhaupt sagen kann – entspannt angehen lassen. Doch der Ironman-Weltmeister von 2014 vergrößerte trotzdem den Abstand weiter. Mit einer Laufzeit von 1:16:37 Stunden durchlief er das Ziel seines Heimrennens zum vierten Mal als Erster. Spannend wurde es hinter ihm: Marc Dülsen hatte offensichtlich gute Laufbeine und machte auf jeder von drei Laufrunden unter dem Beifall der Zuschauer Meter um Meter auf Markus Rolli gut. Auf der letzten Runde kam es zum Showdown – mit dem glücklicheren Ende für Markus Rolli, der das Sprintfinish für sich entscheiden konnte. Dank der sehr guten Laufzeit von 1:17:53 Stunden reichte es für Marc Dülsen für den dritten Rang beim Ironman 70.3 Kraichgau.

Ironman 70.3 Kraichgau Männer

  1. Juni 2017 | Kraichgau

Platz

Name

NATION

GESAMT

1,9 KM SWIM

Bike (90 km)

Run (21,1 km)

1

Sebastian Kienle

GER

3:56:00

25:03

2:10:37

1:16:37

2

Markus Rolli

GER

4:07:04

23:23

2:18:24

1:21:48

3

Marc Dülse

GER

4:07:06

25:03

2:20:36

1:17:53

4

Markus Liebelt

GER

4:09:16

24:57

2:22:27

1:18:11

5

Bas Diederen

NED

4:12:33

24:58

2:22:55

1:20:55

6

Fabian Rahn

GER

4:19:59

28:43

2:24:12

1:23:36

7

Christian Altstadt

GER

4:20:38

27:29

2:25:32

1:24:05

8

Fabi Eisenlauer

GER

4:20:43

28:35

2:26:53

1:21:27

9

Thomas Capellaro

GER

4:21:18

26:02

2:24:30

1:26:15

10

Patrick Reger

GER

4:21:25

27:17

2:24:59

1:25:26

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