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Bernhard Hustedt aus Den Haag hat bei einem Gewinnspiel für mytriathlon MEMBER einen Startplatz für den Ironman Hamburg gewonnen. Der 45-Jährige berichtet, wie das Rennen lief.

Von > | 24. August 2017 | Aus: SZENE

mytriathlon MEMBER Bernhard Hustedt hat den Startplatz für Ironman Hamburg bei einer Verlosung gewonnen.

mytriathlon MEMBER Bernhard Hustedt hat den Startplatz für Ironman Hamburg bei einer Verlosung gewonnen.

Foto >Privat

Als Abonnenten der Zeitschrift "triathlon" werden Sie automatisch zum mytriathlon MEMBER und profitieren ganzjährig von einer attraktiven Vorteilswelt. Bernhard Hustedt aus Den Haag hatte beim Gewinnspiel für mytriathlon MEMBER über Mercedes-Benz einen Startplatz für den Ironman Hamburg gewonnen. Hier berichtet der 45-Jährige über seine Erlebnisse:

"Ich genoss voller Energie das Stadt-Hafen-Panorama"

Um 6:40 Uhr fiel am Jungfernstieg der Startschuss für die Profis, zehn Minuten später wir Agegrouper ins Wasser gelassen. Leicht nervös ging ich mit kleinen Trippelschritten ins Wasser. Der erste Kontakt mit der Alster war kühl. In der grün-braunen Suppe war wirklich nichts zu sehen. Beim Schwimmen ging es also nur darum, seinen Rhythmus zu finden, Bojen ausfindig anzusteuern und zügig die erste Disziplin abzuhaken. Nach 1:13 Stunden kroch ich die Rampe zum Rathausmarkt hoch. Die Wechselzone ist mir als unendlich langer Weg in Erinnerung geblieben.

Auf dem Rad bin ich zügig losgefahren, erst durch den dunklen Tunnel, dann über die Köhlbrandbrücke ins Hamburger Hinterland, wo viele wellige und kurvige Abschnitte folgten. Die erste Runde war schnell erledigt – ich genoss voller Energie die Landschaft und das Stadt-Hafen-Panorama. Die zweite Runde war schon wesentlich zäher, Rücken und Nacken schmerzten, Wind und etwas Regen machten mir zu schaffen. Die zweite Runde wurde zum Positionswechsel: Kopf hochhalten, in Aeroposition fahren, mal aufrichten, strecken, und wieder Aeroposition – solange, bis irgendwann die Elbphilharmonie auftauchte.

Der Stand in den Laufschuhen war nach dem zweiten Wechsel etwas wackelig. Aber schnell hatte ich die Beine im Griff und lief guten Mutes auf der ersten Runde in Richtung Wendepunkt. Es folgte ein kurzer Dixi-Stop. Die Beine krampften etwas und mich beschäftigten Gedanken, wie viel noch zu laufen wäre, was eigentlich alles schon wehtut und warum man das alles macht.

"Einmalige Stimmung von den kühlen Norddeutschen"

Aber ganz ehrlich, die großen Zuschauermassen in Hamburg haben kaum Zeit zum Verschnaufen gelassen. Einen kleinen Moment gehen? Das war wirklich nicht drin. Denn sofort brachen wilde Anfeuerungsrufe und Lauf-Aufforderungen auf einen ein, denen man sich schlicht nicht entziehen konnte. Wirklich eine einmalige Stimmung – und das von den kühlen Norddeutschen! Zum Ende des Marathons zwickte dann leider mein Knie, sodass ich nur noch bedingt laufen konnte. Ich musste immer wieder anhalten, mich dehnen und massieren, konnte wieder ein wenig gehen und lief erneut an. In dieser Gangart ging es die letzten zehn Kilometer ins Ziel, wo ich in einer für mich immer noch passablen Zeit (10:55 Stunden) und voller Genugtuung den Satz hörte: „You are an Ironman."