"Die Strecke ist auf mich zugeschnitten"

Daniela Sämmler, die Zweitplatzierte aus dem Vorjahr, fühlt sich trotz des zuletzt vollen Rennkalenders gut regeneriert für den Ironman 70.3 Rügen. Die Siegerin des Ironman Hamburg erwartet einen Showdown auf der Laufstrecke.

Von > | 9. September 2017 | Aus: SZENE

Daniela Sämmler vor dem Ironman 70.3 Rügen.

Daniela Sämmler vor dem Ironman 70.3 Rügen.

Foto >Alexander Siegmund

Wie viel Frische hast du vier Wochen nach deinem Sieg beim Ironman Hamburg und sieben Tage nach einer verkürzten Mitteldistanz in Walchsee bewahren können?
Ich fühle mich erstaunlich gut und habe mich nach Hamburg schnell erholt. Im Training hatte ich direkt wieder gute Resultate und habe deshalb die Challenge Walchsee spontan eingeschoben. Jetzt freue ich mich auf das Rennen am Sonntag und bin zuversichtlich, dass ich eine gute Leistung abrufen kann.

Das Rennen in Österreich war von den äußeren Bedingungen her sehr hart. Hat das die Regeneration nach dem Rennen beeinflusst?
Das Rennen wurde beim Schwimmen und Radfahren verkürzt, was mir leider nicht in die Karten gespielt hat. Dafür war es wohl in Hinblick auf Rügen positiv, weil alleine die Kälte schon anstrengend genug war. Ich bin sehr gut regeneriert und glaube, dass das Rennen ein guter Reiz für die anstehenden Aufgaben war.

Mit Anja Beranek hast du eine Konkurrentin, die wohl kurz vor dir auf die Radstrecke gehen wird. Glaubst du, speziell nach deiner Leistung in Hamburg, dass du die Lücke auf dem Rad schließen kannst?
Ob ich an sie rankomme, weiß ich nicht, immerhin zählt Anja zu den besten Radfahrerinnen der Welt. Dennoch habe ich auf dem Rad während der Saison einen großen Sprung gemacht und sogar nach Hamburg noch etwas zulegen können. Von daher bin ich optimistisch, dass ich die Lücke zumindest gering halten und beim Laufen schließen kann. 

Die Laufstrecke hat es mit dem Hügel in sich. Spielt dir dieser Abschnitt in die Karten – oder eher nicht?
Letztes Jahr, als ich Zweite wurde, kam mir die Strecke nicht entgegen, weil die Laufvorbereitung auch nicht gut war. Ich glaube, dass die Strecke dieses Mal auf mich zugeschnitten ist. Sie ist sehr anspruchsvoll, selektiv und vor allem nach einem schnellen Radfahren sehr hart. 

In drei Wochen beendest du deine Saison mit dem Ironman in Barcelona. Hast du bis dahin noch weitere Rennen geplant und was sind deine Ziele in Hinblick auf die nächste Saison?
Weitere Rennen habe ich bis Barcelona nicht mehr geplant und der Fokus gilt erst einmal dem Rennen am Wochenende. Danach steht dann ein nächster größerer Trainingsblock an und mein Ziel ist es, in Barcelona zum ersten Mal die 9-Stunden-Marke zu knacken. Ich bin zuversichtlich, dass das mit meinem aktuellen Leistungsstand auch möglich ist.