Training auf Zypern: Ein Paradies zum Radfahren

Für Blogger Jan Peiniger war es an der Zeit, nach Mallorca und den Kanarischen Inseln mal eine neue Trainingslager-Destination auszuprobieren: Zypern.

Von > | 2. Mai 2017 | Aus: SZENE

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Training auf Zypern

Ich kenne Mallorca schon recht gut und die Kanaren hatte ich gerade im Februar erst besucht. Es war Zeit mal was Neues zu probieren. Auf nach Zypern. Ich habe gehört, dort soll man auch trainieren können. Knappe vier Stunden Flug hat es gebraucht, um deutsches Regenwetter gegen sonnige 23 Grad einzutauschen. Die größte zu erwartende Herausforderung? Linksverkehr. Die Hoffnung: Wunderschöne Radstrecken und ein tolle Zeit.

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Weniger Kanaren, mehr Mallorca

Wind, Vegetation, Temperatur, Trainingsbedingungen, allgemeiner Charme? Auf einer Skala von Kanaren bis Mallorca liegt Zypern irgendwo dazwischen, allerdings deutlich näher an Mallorca. Gerade in den Bereichen Wind, Vegetation und allgemeiner Charme hat Zypern viel zu bieten und wenig mit den Kanaren, dafür umso mehr mit Mallorca gemeinsam. Der Linksverkehr war weniger schlimm als befürchtet. Man gewöhnt sich relativ zügig dran.

Eine gute Infrastruktur ist die Basis für gescheites Training

Wir waren im Coral Beach Hotel, in Paphos, im Westen der Insel, untergebracht. Für mich äußerst positiv: Das Hotel ist nicht komplett überlaufen mit Triathlonnerds, die den Frühstücksraum mit Finishershirts und Kompressionssocken in Beschlag nehmen. Man sieht nur normale Touristen. Die Räder konnten wir mit aufs Hotelzimmer nehmen. So hab ich’s lieber.

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Das Hotel hat einen 50-Meter-Pool und zwei Fitness-Studios. In einem gibt es eine umfangreiche Langhantel-Ausstattung, sehr cool, damit kann man richtig gut trainieren. Fürs Laufen gibt es zwei Möglichkeiten: Wer auf Trails steht, dem wird das Herz aufgehen: Einfach in Richtung Meer loslaufen und weiter entlang der Küste auf den steinigen Felsen. Ein traumhafter Blick mit leichter, frischer Brise. Ansonsten bleibt Läufern leider nur die Straße. Eine wirklich schöne Laufrunde auf flachem Grund, ohne Autos und mit schöner Aussicht blieb uns leider verwehrt. Dennoch: Für eine gepflegte Intervallsession tut es eben auch die Straße.

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Ein Radfahr-Paradies

Zu allererst waren wir ja vor Ort, um ordentlich zu trainieren und Radkilometer zu sammeln. Konstant über 20 Grad Celsius und durchweg Sonnenschein waren dafür die optimalen Voraussetzungen. Schnell war aber auch klar: Flach kannste hier knicken. Auf Zypern ist es mindestens hügelig, meistens aber bergig. Ist man erstmal von der Küstenstraße runter, hat man den Asphalt quasi für sich allein. Alle 15 Minuten kam mal ein Auto vorbei – Ein Traum!

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Man kann nur sagen: Für Radfahrer, die Höhenmeter nicht scheuen, ist Zypern ein echtes Paradies. Perfekte Wetterbedingungen, gute Straßen und wunderschöne Vegetation. Zypern ist deutlich spärlicher besiedelt als Mallorca, man findet nicht ganz so viele kleine Dörfer, dafür genießt man aber permanent einen wunderschönen Ausblick in die wirklich sehr grüne Natur. Und keine Sorge: Es gibt trotzdem genug Cafés für den einen oder anderen Genuss-Stop.

Wir schlängelten uns die Berge hoch und genossen die Aussicht bis runter an die Küste.

Wir schlängelten uns die Berge hoch und genossen die Aussicht bis runter an die Küste.

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