Triathlon-Verband setzt Dr. Jörg Bügner als Sportdirektor ein

Der Leistungssport-Sektor der Deutschen Triathlon Union bekommt eine neue Struktur: Zum neuen Olympiazyklus setzt der Verband wieder auf einen Sportdirektor. Diesen Posten soll Dr. Jörg Bügner ausfüllen. Die Trainerposten übernehmen zwei alte Bekannte der DTU - wobei es vorerst keinen Elite-Trainer geben wird.

Von > | 29. September 2016 | Aus: Szene

Matthias Zöll und PD Dr. Martin Engelhardt | Matthias Zöll und PD Dr. Martin Engelhardt

DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll und Präsident PD Dr. Martin Engelhardt stoßen eine Neustrukturierung des Leistungssport-Sektors an.

Foto > Petko Beier / DTU

Der Sportwissenschaftler Dr. Jörg Bügner soll zum 1. Januar des kommenden Jahres den wieder eingeführten Posten des Sportdirektors ausführen und Strukturen für eine erfolgreichere sportliche Zukunft des deutschen Triathlons aufbauen. Man habe sich gezwungen gesehen, die Strukturen des Verbands in diesem Bereich zu verändern, erklärte der DTU-Präsident Dr. Martin Engelhardt. " Wachsende Komplexität und größere Verantwortungsgebiete im Hochleistungssport erfordern einen Sport-Manager. Deshalb haben wir im DTU-Leistungssportpersonal einen hauptamtlichen Sportdirektor installiert." Und Dr. Bügner sei qualifiziert dafür, sowohl auf die verbandsorganisatorische, als auch die sportliche Ebene Einfluss zu nehmen: Der Sportwissenschaftler war acht Jahre lang beim DOSB tätig und wird von DTU-Geschäftsführer Matthias Zöll als "Führungspersönlichkeit" und als "Wunschlösung" für diesen neuen Posten im Triathlonverband bezeichnet. "Durch die aktuell in Deutschland stattfindende Leistungssport-Reform des für den Sport zuständigen Bundesministeriums des Innern und des DOSB werden seine Arbeitsfelder sicherlich noch erweitert. Ich bin überzeugt, dass er das große Aufgabengebiet bewältigen kann."

Fokus auf Nachwuchs und Neustrukturierung

Nach dem Ausscheiden der Chef- und Elite-Bundestrainer, Ralf Ebli und Dan Lorang, vermeldet die DTU auch auf Seiten der Trainer zwei Personaländerungen: Der durch seine Arbeit unter anderem mit Laura Lindemann an der Potsdamer Sportschule bekannt gewordene Ron Schmidt und Christian Weimer, Trainer unter anderem des starken Saarbrücker Nachwuchses, übernehmen ab 2017 die Rahmentrainingsplanung und Betreuung des U23-Kaders (Schmidt), beziehungsweise die Position des Stützpunkttrainers in Saarbrücken (Weimer). "Die Stelle des Elite-Bundestrainers werden wir vorerst nicht nachbesetzen. Die Konzentration liegt auf dem Aufbau unserer jüngeren Athleten, die mit den U23-Sportlern eine homogene Trainingsgruppe ergeben", so Vize-Präsident Leistungssport Reinhold Häußlein. "Wir befinden uns seit längerem und verstärkt nach den Olympischen Spielen in einem strukturellen Umbruch und einem Generationswechsel. Das braucht Zeit und Geduld. Wir sind aber zuversichtlich, in der Besetzung ein sehr gutes Team für den Neubeginn gefunden zu haben, welches wir nach Bedarf im kommenden Olympiazyklus erweitern werden."