Van Vlerken, Viellehner und Bittner greifen in Wanaka an

Bei der Challenge Wanaka wollen Yvonne van Vlerken und Per Bittner einen Frühstart in die Langdistanz-Saison 2017 hinlegen. Beide werden sich dort aber ganz schön strecken müssen, um aus dem Neuseeland-Trip einen erfolgreichen zu machen.

Von > | 16. Februar 2017 | Aus: SZENE

Yvonne van Vlerken kennt sich in Neuseeland aus - 2016 gewann sie das Rennen hier.

Yvonne van Vlerken kennt sich in Neuseeland aus - 2016 gewann sie das Rennen hier.

Foto >Hagen Hopkins / Getty Images

Den Saisonaufbau haben sie schon im vergangenen Jahr erprobt. Und trotzdem: Eine Langdistanz bleibt doch immer irgendwie ein Abenteuer - ganz besonders, wenn Europäer sie im Februar bestreiten, also lange bevor die eigene Triathlon-Saison überhaupt beginnt. Doch Per Bittner und vor allem Yvonne van Vlerken haben damit gut Erfahrungen gemacht: Während der Deutsche im Vorjahr bei der Challenge Wanaka einen soliden fünften Rang erkämpfte, reichte es für seine Partnerin Yvonne van Vlerken bei dem beliebten Rennen auf der Südinsel Neuseelands sogar zum Sieg.

Unberechenbare Julia Viellehner

Leicht wurde ihr das aber schon damals nicht gemacht, und dass sich das diesmal ändern sollte, steht nicht zu erwarten. Vor allem eine Konkurrentin dürfte es darauf abgesehen haben, van Vlerken einen Strich durch die Rechnung zu machen: Die Britin Laura Siddall war in den vergangenen beiden Jahren jeweils Zweite und sammelte 2016 sogar einige Führungskilometer, indem sie sich auf dem Rad von van Vlerken löste. Siddall wird gewillt sein, das wieder zu schaffen und die Führung dann vielleicht sogar bis ins Ziel zu halten, um einen dritten zweiten Rang in Serie zu verhindern. Doch van Vlerken und Siddall werden auch die anderen Konkurrentinnen nicht unterschätzen. Allen voran Julia Viellehner dürfte mit ihrem geringen Körpergewicht auf der mit 1.700 Höhenmetern gespickten anspruchsvollen Radstrecke gute Karten haben - und ist beim Laufen in Normalform ohnehin eine Bedrohung für die meisten Langdistanz-Profis. Ob die 31-Jährige diese läuferische Normalform hat, bleibt aber abzuwarten: Wegen Sehnenproblemen war ihr Lauftraining in den vergangenen Monaten eingeschränkt. Auch Tamsyn Hayes, Julia Grant (beide NZL), Yvette Grice (GBR) und Meredith Hill (AUS) dürften mit großen Ambitionen ins Rennen gehen. Aus Deutschland hat außerdem Simone Maier als Profi für den Wettkampf gemeldet.

Wie van Vlerken auf Frauenseite möchte auch der Vorjahressieger des Männerrennens seinen Erfolg in Wanaka wiederholen: Kiwi Dougal Allan präsentierte sich im vergangenen Jahr überlegen und gewann das Rennen dank starker Vorstellungen auf dem Rad und beim Laufen mit sattem Vorsprung vor Maik Twelsiek. Dieser ist diesmal zwar nicht dabei - dafür wird aber Per Bittner versuchen wollen, seinen fünften Rang aus dem vergangenen Jahr zu verbessern. Allan und Bittner müssen sich dafür aber mit Luke McKenzie, Courtney Ogden, Luke Bell (alle AUS), Mike Philipps (NZL) und Simon Bileau (FRA) auseinandersetzen.