Wer fliegt nach Hawaii, wer bleibt zu Hause?

16 deutsche Triathlon-Profis hatten in dieser Woche erfreuliche Nachrichten im E-Mail-Postfach: die Einladung zur Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober. Einige deutsche Top-Triathleten haben ihr Ticket jedoch noch nicht gelöst.

Von > | 27. Juli 2016 | Aus: SZENE

Schwimmstart beim Ironman Hawaii 2015 | Wie viele deutsche Profi-Triathleten werden in diesem Jahr auf Big Island an den Start gehen?

Wie viele deutsche Profi-Triathleten werden in diesem Jahr auf Big Island an den Start gehen?

Foto >Frank Wechsel

Ganz oben im Kona Pro Ranking der Männer sind die deutschen Spitzen-Triathleten Jan Frodeno und Sebastian Kienle. Der Weltmeister Frodeno sicherte seine Qualifikation bereits mit seinem Finish beim Ironman Lanzarote und führt nach Punkten das Ranking an. Kienle fährt als amtierender Europameister nach Hawaii. Ebenfalls nach Hawaii dürfen Andreas Böcherer (Platz 11), Boris Stein (Platz 14), Patrick Lange (Platz 23), Markus Thomschke (Platz 25), Timo Bracht (Platz 26), Stefan Schmid (Platz 28), Christian Kramer (Platz 41) und Per Bittner (Platz 47).

Fragezeichen hinter den Raelert-Brüdern und Frommhold

Ob das Team Erdinger Alkoholfrei in diesem Jahr seine stärksten Athleten nach Kona schicken kann, ist noch nicht entschieden: Andreas Raelert steht aktuell im Kona Pro Ranking dank seines Vize-Weltmeistertitels aus dem Vorjahr zwar auf Platz 9, muss seine Qualifikation jedoch noch mit einem guten Ironman-Finish sichern - und die Zeit läuft ihm nach seinem Ermüdungsbruch davon. Sein Bruder Michael, der nach einem Wiederaufflammen des Epstein-Barr-Virus den Ironman in Nizza absagen musste, hat auf Platz 54 ebenfalls noch Chancen auf die Qualifikation, dafür muss er aber noch eine Top-Platzierung bei einem der verbleibenden Ironman-Rennen einfahren. Für Nils Frommhold, der 2014 Sechster in Kailua-Kona wurde, lief die Punkte-Jagd bislang wenig zufriedenstellend. Wahrscheinlich wird er sich auf die Ironman 70.3-WM im September konzentrieren und nicht mehr um die Hawaii-Qualifikation kämpfen.

Jan Frodeno und Andreas Raelert | Die beiden Besten aus dem Vorjahr: Jan Frodeno (links) ist sicher qualifiziert, Andreas Raelert muss zittern.

Die beiden Besten aus dem Vorjahr: Jan Frodeno (links) ist sicher qualifiziert, Andreas Raelert muss zittern.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Sechs Frauen bereits qualifiziert

Beste Deutsche im Ranking der Frauen ist Julia Gajer auf Platz 7. Sie sicherte sich ihren Slot mit dem Sieg beim Ironman Texas. Bereits im Herbst letzten Jahres legte Anja Beranek beim Ironman Wales den Grundstein für ihre Qualifikation 2016. Sie ist auf Platz 17 im Kona Pro Ranking ebenso qualifiziert wie die zweite des Ironman Frankfurt Katja Konschak auf Platz 20. Über ihr Ticket für den Ironman Hawaii durften sich diese Woche außerdem Mareen Hufe (Platz 24), Daniela Sämmler (Platz 29) und Verena Walter (Platz 36) freuen. Natascha Schmitt, Kristin Möller und Diana Riesler fehlen ebenfalls nicht viele Punkte für ihren Startplatz auf Hawaii, sollten, um ihre Qualifikation abzusichern, allerdings wohl noch einmal auf Punktejagd gehen.

Die Deadline rückt näher

Die Qualifikationsphase läuft noch bis zum 21. August 2016. In Europa kommen für Qualifikationsrennen über die volle Distanz noch der Ironman Maastricht in den Niederlanden am 31. Juli, der Ironman Sweden am 20. August und der Ironman Copenhagen am 21. August infrage, Punkte gibt es außerdem noch in mehreren Rennen über die Ironman-70.3-Distanz.