Worüber man im Wettkampf nachdenkt

Ein Triathlon-Wettkampf dauert in der Regel zwischen 1 und 16 Stunden. Ganz schön viel Zeit also, die man mit sich selbst und seinem Kopf verbringen muss. Worüber denkt man währenddessen nur nach? Melli von "Racing Aloha" ist einen Wettkampf durchgegangen und hat dabei einige Leistungsbremsen im Kopf entdeckt.

Von > | 23. August 2016 | Aus: Training

Team Racing Aloha - Melanie Mack, 27 Jahre | Team Racing Aloha - Melanie Mack, 27 Jahre

Melli von Racing Aloha geht ein Rennen im "Kopfkino" durch

Foto > Kilian Kreb

Kopfkino: Vorstartphase

Der Kopf ist meistes gefüllt mit Zweifeln. Da kommen Fragen auf, wie zum Beispiel:

  • Habe ich gut genug trainiert?
  • Ist alles in der Wechselzone, was dort sein sollte?
  • Warum fühlen sich meine Beine beim Einlaufen so schwer an?
  • Vielleicht ist heute einfach nicht mein Tag?
  • Vielleicht habe ich etwas Falsches gegessen und bekomme gleich Brech-Durchfall?
  • Könnte ich eventuell im kalten Wasser erfrieren? Oder kann ich mich vielleicht irgendwann einfach nicht mehr bewegen?
  • Und was mache ich dann?

Tipps und Tricks

Um die Aufregung vor einem Wettkampf zu verringern, sind Routinen sinnvoll. Das bedeutet, dass man versucht, bei jedem Wettkampf den Vorstartablauf gleich zu gestalten. Zum Beispiel:

  1. Wettkampfunterlagen abholen
  2. Am Auto Wettkampfutensilien vorbereiten (Startnummernband, Startnummer ans Rad, Wechselbeutel packen, ...)
  3. Wechselzone einrichten
  4. Einlaufen
  5. Neo anziehen und noch ein letztes Gel nehmen
  6. Einschwimmen
  7. An die Startlinie stellen

Diesen Ablauf kann man auch gerne am Abend vor dem Wettkampf nochmal im Kopf durchgehen. Ähnliche Routinen helfen auch beim Sportprogramm am Tag vor dem Rennen und die Ernährung.

Dass sich die Beine beim Einlaufen schwer anfühlen, ist übrigens ganz normal. Man horcht eben einfach sehr viel mehr in seinen Körper hinein als während eines „normalen“ Trainings. Davon darf man sich nicht verunsichern lassen. Um negative Gedanken zu vermeiden, ist Ablenkung eine gute Lösung! Nochmal den Wettkampf im Kopf durchgehen oder sich vorstellen, wie schön es ist, ins Ziel einzulaufen. Kurz vor dem Start kann man sich dann nochmal die Schwimmstrecke anschauen und sich überlegen, wo man sich in der Startaufstellung am besten platziert.