Eva Wutti gewinnt im Marathon-Krimi

Besser kann ein Comeback nicht laufen: Nach ihrer Babypause hat Eva Wutti zum zweiten Mal den Ironman Austria gewonnen. Dabei machte sie es lange spannend.

Von > | 2. Juli 2017 | Aus: SZENE

Schon 2015 gewann sie in Klagenfurt: Eva Wutti (Archivbild)

Schon 2015 gewann sie in Klagenfurt: Eva Wutti (Archivbild)

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Sie ging als Siegerin, und sie kehrt mit einem Sieg zurück: Eva Wutti (AUT) hat den Ironman Austria in Klagenfurt nach ihrem Sieg im Jahr 2015 und einer anschließenden Babypause erneut gewonnen. In 9:06:25 Stunden setzte sie sich in einem spannenden Rennen knapp gegen Corinne Abraham (GBR) durch.

Abraham kommt zurück

Dabei standen Wutti und Abraham zu Beginn des Rennens nicht im sportlichen Mittelpunkt. Denn mit dem Schwimmen drückte zunächst die Dänin Michelle Vesterby dem Wettkampf ihren Stempel auf: Die ersten 3,8 Kilometer absolvierte sie 40 Sekunden schneller als Michaela Herlbauer (AUT), sogar noch drei bzw. fast vier Minuten mehr verloren im Wasser Bianca Steurer (AUT) und eben Wutti auf die Führende. Einmal in Führung, blieb Vesterby auch gleich offensiv. Nur Bianca Steurer rückte der Dänin auf der ersten Hälfte des Radkurses etwas näher, alle anderen Konkurrentinnen verloren an Boden auf die Führende. Auch Steurer gelang es aber nicht, dieses Tempo dauerhaft zu halten, und so löste sich Vesterby immer weiter. Nach 111 Kilometern führte sie über fünf Minuten vor der Österreicherin, über sieben Minuten vor deren Landsfrau Michaela Herlbauer und etwa zehn Minuten vor Eva Wutti und Corinne Abraham. Auch ein kleiner Unfall bremste Vesterby anschließend kaum aus. Sie erreichte den zweiten Wechsel letztlich sechs Minuten vor Abraham, die fast auf die Sekunde die gleiche Radzeit wie Vesterby fuhr. Neun Minuten nach Vesterby startete Eva Wutti in den Marathon, rund 14 Minuten trennten Bianca Steurer von der Führenden.

Dieses Polster reichte Vesterby aber nicht, um das Rennen auch gewinnen zu können. Beim Laufen machte Abraham schnell Boden auf die Führende gut - und Eva Wutti legte sogar noch etwas schneller los. Nach etwas mehr als zehn Kilometern schob sich die Siegerin des Jahres 2015 an Abraham vorbei auf den zweiten Rang, nach 21 Kilometern stellte sie auch die Führende Michelle Vesterby und hängte sie ab. Abraham hatte sich damit allerdings noch nicht geschlagen gegeben. Neun Kilometer vor dem Ziel hatte sich die Britin wieder bis auf 30 Sekunden an die junge Mutter Wutti herangeschoben - doch die hatte letztlich den längeren Atem und legte wieder mehr Zeit zwischen die Britin und sich. Mit einem Marathonlauf über 2:57:43 Stunden feierte sie ihren zweiten Sieg in Klagenfurt und ließ sich im Ziel zuerst von ihrer Tochter Kiana gratulieren. "Genießen konnte ich das heute nicht. Es hat von Anfang an unheimlich wehgetan", erklärte Wutti im Ziel. Corinne Abraham wurde in 9:08:03 Stunden Zweite, Michelle Vesterby verteidigte den dritten Rang. Bemerkenswert: Die Agegrouperin Lucia Erat aus der Schweiz wurde Vierte, nicht weit von einer Podestplatzierung entfernt.

Ironman Austria 2017 | Frauen

  1. Juli 2017, Klagenfurt (AUT)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42 km Run

1

Eva Wutti

AUT

9:06:25

58:23

5:04:40

2:57:43

2

Corinne Abraham

GBR

9:08:03

59:44

5:00:12

3:03:14

3

Michelle Vesterby

DEN

9:16:44

53:52

5:00:11

3:17:19

4

Lucia Erat

SUI

9:26:25

1:07:21

5:04:24

3:07:08

5

Bianca Steurer

AUT

9:33:00

57:27

5:10:41

3:19:14

6

Leanne Fanoy

ARE

9:39:07

1:00:03

5:16:33

3:15:06

7

Michaela Rudolf

AUT

9:44:31

1:00:43

5:07:00

3:30:44

8

Kelly Fillnow

USA

9:49:15

1:06:13

5:16:02

3:20:40

9

Kamila Polak

AUT

9:55:33

59:47

5:18:22

3:30:44

10

Beate Zschorlich

GER

9:58:53

1:10:09

5:02:39

3:38:28

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