Effektives Radtraining im Winter

Immer mittwochs: Die Mädels von Racing Aloha stellen Trainingsvarianten vor, die nicht jeder kennt, aber in keinem Trainingsplan fehlen sollten. In dieser Folge: So hält sich Marieke im Winter auf dem Rad fit.

Von > | 22. Februar 2017 | Aus: TRAINING

Das Mountainbike ist im Winter eine gute Alternative zum Rennrad.

Das Mountainbike ist im Winter eine gute Alternative zum Rennrad.

Foto >Privat

Wer im Winter an seiner Radform feilen will, um ein Fundament für gute Radzeiten zu legen, oder einfach seine Freunde auf Strava schocken möchte, hat viele Möglichkeiten, das Maximum rauszuholen. Es ist aber wichtig, auch zu wissen, welche Schwächen man ausmerzen möchte. Diese sind meistens schnell gefunden, dennoch soll das Training auch Spaß machen – zum Glück gibt es viele Trainingsformen, die einen in Schwung bringen. Nachfolgend ein paar Beispiele, die nach Belieben auf dem Mountainbike, dem Rennrad oder aber auch auf der Rolle zusätzlich zum Grundlagentraining absolviert werden können.

1. Frequenztraining

Für mich darf ein Rollentraining nicht länger als eine Stunde gehen, sonst setzt bei mir direkt die Langeweile ein. Mein Tipp: Für mehr Action beim Rollentraining gucke ich mir Serien während des Trainings an.

Einheit:
10 min lockeres Einfahren
2 x (5 x 30 sec maximale Frequenz mit 2 min Pause), Serienpause 10 min
20 min locker Ausfahren

2. Kraftausdauertraining

Da es im Moment in unseren Wäldern matschig ist oder sie mit einer weißen Schneedecke überzogen sind, habe ich große Freude am Mountainbiken. Dadurch verbessert sich die Fahrtechnik. Aber blenden wir mal kurz die trainingstechnischen Komponenten aus: Im Winter sind wir meist viel zu selten draußen an der frischen Luft – mich eingeschlossen, umso mehr genieße ich dann die Zeit draußen. Mich machen Schlammspritzer einfach glücklich!

Einheit:
15 min lockeres Einfahren
3 x 10 min  im schweren Gang sitzend kurbeln, gern auch bergan (Fokus auf runden Tritt), Pause 3 min
Locker Ausfahren (Trails und Natur genießen!)

3. Schnelligkeit

Ein Ziel von mir ist die Verbesserung der Schnelligkeit. Damit die Tachoanzeige nicht nur bergab hochschnellt, müssen wir wohl oder übel auch hier etwas Arbeit leisten. Ok, ich gebe es ja zu, eigentlich will ich im Frühjahr nur nicht die Letzte beim Ortsschildsprint sein. Voraussetzung für hohe Geschwindigkeiten sind hohe Frequenzen und Tempohärte.

Einheit:
20 min lockeres Einfahren
3 x (5 x 10 sec eine mittlere Übersetzung fahren, explosiv beschleunigen bis zur max. Frequenz mit 1 min Pause), Serienpause 15 min
Lockeres Ausfahren

Mit ein wenig Fleiß und auch Freude am Training ist man mit diesen Trainingsinhalten gut gewappnet für die kommende Saison. Wie immer gilt: Mit den richtigen Trainingskollegen macht das Quälen deutlich mehr Spaß! Motivationslöcher gehören dann der Vergangenheit an.

Treten Sie kräftig in die Pedale, auf bald,

Marieke von Racing Aloha