HIT: Kurz und Schmerzhaft

Immer mittwochs: Die Mädels von Racing Aloha stellen Trainingsvarianten vor, die nicht jeder kennt, aber in keinem Trainingsplan fehlen sollten. In dieser Folge: High Intensity Training.

Von > | 16. Februar 2017 | Aus: TRAINING

Foto >Racing Aloha

Nun hat er mich auch ereilt: der Arbeitsalltag. Mehr denn je muss es nun unter der Woche mit dem Training auch mal schnell gehen. Da der Großteil der Triathleten sich nicht dem Profisport widmet, und jedes Studenten-Dasein irgendwann zu Ende geht, müssen Alltag und Training effektiv kombiniert werden, denn auch der Leistungsanspruch der Amateure steigt stetig.

Für mich ist eine typische HIT-Einheit auf dem Rad ein Wechsel aus 30 Sekunden mit 90-95 Prozent Belastung und 30 lockeren Sekunden. Das Ganze dann als Einheit, bestehend aus 3x8 Minuten mit jeweils 4 Minuten Serienpause. Ein- und Ausfahren kommen dann noch dazu.

Das einzige Problem: diese hohen Belastungen verlangen auch nach einer entsprechenden Regeneration. Tägliches Training nach der HIT-Methode ist kontraproduktiv und bringt eher Leistungseinbußen als Leistungszuwachs.

Wie immer gilt: Die Mischung macht‘s. Kurze und hochintensive Intervalle gehören genauso dazu, wie lange extensive Intervalle und lockere Grundlagen-Ausfahrten. Einmal pro Woche kann man aber ruhig eine kurze Intervallsession einstreuen, vor allem dann, wenn man nur wenig Zeit hat und trotzdem die Form ankurbeln möchte.

Ein Nebeneffekt: Sportmuffel im Freundeskreis kann man wohl eher von einer gemeinsamen, kurzen knackigen Einheit überzeugen als von einer vierstündigen Radausfahrt. Die positiven Effekte für Herz und Kreislauf sind für alle beim HIT enorm.

Viel Spaß damit! Es ist nämlich genauso anstrengend wie es sich anhört. Kurz und schmerzhaft eben.