Neue Ziele setzen

Sie haben Ihren ersten Wettkampf erfolgreich gefinisht und sich mit dem Triathlonvirus angesteckt? Hier finden Sie Inspiration für die nächste Herausforderung.

Von > | 6. September 2017 | Aus: TRAINING

Neue Ziele setzen | Blick voraus: Wohin soll die sportliche Reise in der neuen Saison gehen?

Blick voraus: Wohin soll die sportliche Reise in der neuen Saison gehen?

Foto >Frank Wechsel

Die nächste Distanz

Wie haben Sie sich beim Zieleinlauf Ihres Jedermann-Triathlons gefühlt? Enttäuscht, dass es schon vorbei war? Dann wäre die nächste Distanz vielleicht die richtige für Sie: Wenn Sie sich an die olympische Distanz heranwagen wollen, sollten Sie zur Vorbereitung einige Monate sehr konzentriert trainieren, denn die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen verlangen dem Triathleten schon einiges mehr ab als ein Rennen auf der Volksdistanz. Die mutigen und sehr ambitionierten Triathleten überspringen die Kurzdistanzen und wechseln direkt zur Mittel- oder Langdistanz. Ob das ratsam ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber die nötige Erfahrung und die körperliche Fitness für die große Herausforderung einer Langdistanz erwirbt man erst mit den Jahren. Es ist wie eine Treppe, die man Stufe für Stufe nimmt, ehe man ganz oben ankommt. Wer mehrere Stufen auf einmal nimmt, läuft eben schneller Gefahr zu stolpern.


Der nächste Wettkampf

Distanzen sagen noch recht wenig über den Charakter eines Wettkampfs aus. Ein Beispiel: Der Alpentriathlon am Schliersee findet, wie viele andere Rennen, auf der olympischen Distanz statt. Wenn man sich aber das Höhenprofil der Radstrecke ansieht, erkennt man schnell, was die Besonderheit dieser Veranstaltung ausmacht: die Berge, die man beim Radfahren und Laufen überwinden muss. Die Landschaft, die Stimmung, die Menge der Teilnehmer und Zuschauer – all das kann einen Triathlon besonders machen. Vielleicht reizt Sie daher ein Wettkampf an einem besonderen Ort, vielleicht sogar im Ausland oder mit einem besonderen Ambiente. Wenn Sie dagegen mit der Distanz und dem Wettkampf zufrieden waren, können Sie an Ihrer persönlichen Bestzeit arbeiten. Es geht also nicht um die Platzierung, es geht darum, dass Sie schneller sind als das letzte Mal. Das geht am leichtesten, wenn Sie wieder bei derselben Veranstaltung antreten wie zuvor, denn andere Strecken haben andere Voraussetzungen, die sich nicht unbedingt miteinander vergleichen lassen. Zum Beispiel ist es ein Unterschied, ob das Schwimmen in der Halle, im See oder in einem Fluss statt findet. Radstrecken differieren nicht nur im Höhenprofil, sondern auch in der Zahl der Kurven. Und Laufstrecken können schon durch den Belag andere Voraussetzungen bieten. Dies alles kann Auswirkungen auf die Wettkampfdauer haben und die Jagd nach der Bestzeit beeinflussen.


Neue Trainingsimpulse

Für die ersten Triathlonwettkämpfe reicht ein allgemeiner Trainingsplan, um erfolgreich zu finishen. Wenn Sie aber den Ehrgeiz haben, sich zu verbessern, mehr Rennen pro Saison zu bestreiten, oder sich an längere Distanzen zu wagen, sollten Sie speziell auf sich zugeschnittene Trainingseinheiten in Ihren Plan integrieren. So braucht ein nicht so guter Schwimmer Korrekturen bei der Technik und entsprechend viele Technikeinheiten, um diese zu automatisieren. Wer sich auf dem Rad verbessern möchte, sollte seinen Fokus auf die zweite Disziplin legen und neue Trainingsreize setzen. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, besser und schneller zu werden.


Training im Verein

Es gibt kaum eine Region in Deutschland, in der nicht ein Verein mit eigener Triathlonabteilung oder sogar ein reiner Triathlonverein beheimatet ist. Es hat viele Vorteile, sich einem Verein anzuschließen. So zahlt es sich auf Dauer aus, einen Trainer an seiner Seite zu haben, denn das Training ist zielgerichteter, und man kann unter detaillierter Anleitung an seinen Schwächen in den drei Disziplinen arbeiten. Außerdem haben viele Vereine Trainingszeiten in Schwimmhallen oder auf Sportplätzen. Im Verein finden Sie zudem Anschluss an andere Triathleten. So können gemeinsame Radausfahrten organisiert oder Fahrgemeinschaften zu bestimmten Wettkämpfen gebildet werden. Außerdem kann man den schon erfahreneren Vereinskollegen viele Fragen stellen und sich Tipps holen. Und natürlich motiviert man sich gegenseitig – ein anstrengendes Intervalltraining macht in der Gruppe doppelt so viel Spaß, und im Wettkampf tragen einen die Anfeuerungsrufe der Vereinsmitglieder ins Ziel.