Böcherer sprintet auf Platz drei

Mit einem knackigen Supersprint hat sich Andreas Böcherer am Wochenende für den Ironman Südafrika warmgelaufen. In Wallisellen, im Schweizer Kanton Zürich, waren nur die Kurzdistanz-Spezialisten Sven Riederer und Florin Salvisberg etwas schneller als der Ironman-70.3-Europameister. Auch Ronnie Schildknecht hatte bei dem Rennen mit Windschattenfreigabe das Nachsehen.

Von > | 16. April 2012 | Aus: SZENE

20110814_wiesbaden_bike_sh_477 | Andreas Böcherer

Andreas Böcherer

Foto >Sina Horsthemke / spomedis

Keine Dreiviertelstunde dauerte Böcherers spontan eingeschobener Appetizer. Die 600-Meter-Sprinteinlage im Hallenbad Wallisellen beendete der Freiburger als Fünfter. Auf den 15 Radkilometern schloss sich Böcherer dann einem Sextett mit Maurice Clavel, den Youngstern Florin und Lukas Salvisberg, Marc-Yvan De Kaenel (SUI), DTU-Nachwuchsathlet Maximilian Schwetz und Mitorganisator Sven Riederer an. Der verzichtete für seine zweite Titelverteidigung sogar auf den Start zur World Triathlon Series 2012 in Sydney. Als WM-Vierter von 2011 hätte er Down Under gute Chancen auf eine Podiumsplatzierung gehabt.

Erfahrung schlägt Jugend

Trotz des für ihn ungewohnten Windschattenfahrens hatte Böcherer keine Probleme das Tempo der Kurzdistanzprofis mitzugehen. So kamen die Führenden nach gut einer halben Rennstunde ob der kühlen Temperaturen zwar etwas durchgefroren, aber fast in gleicher Konstellation zum zweiten Wechsel. Nur Schwetz hatte nach einem technischen Problem den Anschluss verloren. Gegen die flinken Sprinterbeine von Riederer und Florin Salvisberg waren Böcherer und die Anderen dann machtlos. Nur um einen Wimpernschlag von vier Zehntelsekunden verpasste es der junge Herausforderer, dem erfahrenen Riederer den dritten Heimsieg zu entreißen. Böcherer sicherte 25 Sekunden später Platz drei (44:05 Minuten), Clavel und De Kaenel komplettierten die Top fünf. Ronnie Schildknecht, der schon beim Schwimmen den Anschluss verpasst hatte, wurde mit der fünften Laufzeit noch Siebter.

Schon am kommenden Wochenende muss Böcherer komplett umdenken. Nach 44 Minuten dürfte er im Indischen Ozean noch um eine gute Ausgangsposition fürs Radfahren kämpfen. Und dort wird das Windschattenfahren von Kampfrichtern bestraft. Läuft in Port Elizabeth alles nach Plan, geht der Sieg beim Ironman Südafrika 2012 nur über den Deutschen.

3. Walliseller Triathlon | Männer

  1. April 2012, Wallisellen (Schweiz)

Name

Nation

Gesamt

0,6 km Swim

15 km Bike

4 km Run

1

Sven Riederer

SUI

43:39,9

8:11,7

22:58,5

12:29,7

2

Florin Salvisberg

SUI

43:40,7

8:14,7

22:55,9

12:30,1

3

Andreas Böcherer

GER

44:05,4

8:13,6

22:57,6

12:54,2

4

Maurice Clavel

GER

44:23:,7

8:12,5

22:59,3

13:11,9

5

Marc-Yvan De Kaenel

SUI

44:32,3

8:10,6

23:01,7

13:20,0

6

Maximilian Schwetz

GER

44:40,4

7:57,1

23:58,7

12:44,6

7

Ronnie Schildknecht

SUI

45:03,4

8:37,7

23:25,3

13:00,4

8

Patrick Rhyner

SUI

45:56,1

8:20,3

23:41,7

13:54,1

9

Paul Reitmayr

AUT

47:11,0

8:37,2

25:12,5

13:21,3

10

Lukas Salvisberg

SUI

48:02,3

8:19,4

24:04,5

15:38,4

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