DTU gibt Nominierungskriterien bekannt

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hat ihre Nominierungskriterien für die Olympischen Spiele von London festgelegt. Bereits beim zweiten Rennen der World Triathlon Series in Madrid (26./27. Mai) entscheidet sich, welche Athleten auf den Olympia-Zug aufspringen können.

Von > | 8. März 2012 | Aus: SZENE

DTU Kader in Stellenbosch Kopie | Der DTU-Kader im Traininglager im südafrikanischen Stellenbosch

Der DTU-Kader im Traininglager im südafrikanischen Stellenbosch

Foto >Michael Neugebauer

Im Fall der Männer kann die DTU mit drei Startberechtigungen planen. Für eine London-Teilnahme setzt die von Sportdirektor Wolfgang Thiel vorgestellte Regelung folgende Kriterien voraus: Mindestens unter die Top-Acht muss ein potenzieller Olympia-Starter in Spaniens Hauptstadt kommen, um beim Saisonhöhepunkt am 7. August dabei zu sein. Sollten Ende Mai gleich mehrere Athleten diese Vorgabe erfüllen, werde der bestplatzierte DTU-Sportler nominiert, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Wer begleitet Frodeno und Justus?
Bisher sind Titelverteidiger Jan Frodeno und Steffen Justus, WM-Zweiter von 2010, für die Olympischen Spiele vorqualifiziert und müssen die Nominierung nur noch mit einer Top-20-Platzierung bestätigen. Die größten Chancen auf das dritte Ticket hat Maik Petzold. Zum einen ist der Bautzener aktuell der am besten platzierte deutsche Athlet im internationalen Olympia-Ranking, zum anderen hat man ihm seitens der DTU einen Sonderstatus eingeräumt: Petzold habe die Olympia-Nominierung im letzten Jahr nur knapp verpasst, man werde ihn daher unabhängig vom Resultat in Madrid als Ersatzmann nominieren, sagt Thiel. Die größten Konkurrenten des 34-Jährigen sind Jonathan Zipf und Sebastian Rank.

Eins, zwei oder drei
Die genaue Anzahl der Frauentickets für London ist im Gegensatz zu den Männern noch völlig ungewiss. Bisher ist aus DTU-Sicht nur Anja Dittmer für London und somit ihre vierten Olympischen Spiele vorqualifiziert. Ob der Verband im August eine zweite oder gar dritte Athletin mitnehmen darf, hängt vom Abschneiden der Deutschen in den nächsten Monaten ab. Sollten sich die DTU-Frauen in Sydney, Madrid und bei weiteren Weltcup-Rennen zusätzliche Startberechtigungen erkämpfen, gilt eine Top-15-Platzierung in der spanischen Hauptstadt als Hauptkriterium für die Olympischen Spiele. Die größten Aussichten neben Anja Dittmer am Start zu stehen, haben nach den Leistungen des vergangenen Jahres Svenja Bazlen und Kathrin Müller.