Fernandes gibt Olympiapläne auf

Sie war das Aushängeschild des portugiesischen Triathlonverbands. Keine drei Jahre ist das her. Nun muss sich Vanessa Fernandes eingestehen, dass die Olympischen Spiele in London ohne sie stattfinden werden.

Von > | 1. März 2012 | Aus: SZENE

Vanessa Fernandes | Silber für Portugal: Vanessa Fernandes

Silber für Portugal: Vanessa Fernandes

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Während der Verband um Präsident José Luís Ferreira mittlerweile mehr durch unangenehme Dopingmeldungen, als durch sportliche Erfolge Schlagzeilen macht, hat die Olympia-Zweite von Peking eine der schwersten Entscheidungen ihrer Karriere getroffen. "Ich bin dabei, mein Leben neu zu ordnen", erklärte die 26-Jährige. Nach Gesprächen mit ihren Eltern und dem Verbandspräsidenten sei es zwar ein schwieriger, aber ehrlicher und gut überlegter Entschluss gewesen, auf London zu verzichten, betonte sie gegenüber portugiesischen Medien.


Nächstes Ziel: Rio 2016


Zwischen 2003 und 2008 sammelte Fernandes insgesamt sieben EM-Titel und 21 Weltcupsiege - bei den Weltmeisterschaften 2007 in Hamburg feierte sie neben der olympischen Silbermedaille ihren wichtigsten Erfolg. 2009 verletzte sich die Tochter des ehemaligen Radprofis Venceslau Fernandes an der Achillessehne, musste lange pausieren. Offenbar auch von mentalen Problemen geplagt, kam sie seitdem nicht wieder an die Form früherer Tage heran. Vor einem Jahr zog Fernandes Konsequenzen und kündigte eine längere Auszeit vom Sport an. Mit einem 26. Platz meldete sie sich Ende 2011 beim WM-Serienrennen im japanischen Yokohama im internationalen Renngeschehen zurück. Ein kurzes Comeback. Aber wahrscheinlich nicht das letzte. Denn ans Karriereende denkt die Rekord-Weltcupsiegerin trotz der vielen Rückschläge nicht. "Ich möchte zurückkehren und spätestens bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio wieder konkurrenzfähig sein", gibt sie das Ziel für ihre sportliche Zukunft vor. Dann wäre sie 30 Jahre alt und könnte nach Athen und Peking ihre dritten Olympischen Spiele erleben.